Wenn die Löhne nicht zum Leben reichen

Arbeit hat ihren Wert: Wer voll arbeitet, soll mindestens 4000 Franken im Monat verdienen. Dies fordern die Schweizer Gewerkschaften mit ihrer Mindestlohn-Initiative. Trend spricht mit Tiefstlohn-Angestellten und zeigt Chancen und Risiken eines staatlich verordneten Mindestlohns auf.

Weitere Themen:

- Vasella stellt sich den Novartis-Aktionären

- die Migros will mit Eigenmarken im Ausland Fuss fassen

Produktion und Moderation: Thomas Oberer

Beiträge

  • Novartis Verwaltungsrat in der Kritik

    Einstimmig hat der Novartis-Verwaltungsrat für seinen Chef Daniel Vasella ein 72 Millionen-Angebot bewilligt. Während sechs Jahren sollte der langjährige Konzernchef und Verwaltungsratspräsident weiterhin ans Unternehmen gebunden werden.

    Auf öffentlichen Druck hin musste das Gemium aber noch vor der Generalversammlung von Novartis diese Angebot wieder zurückziehen.

    Damit konnte eine grosse Mehrheit der Aktionäre dem Verwaltungsrat folgen und den Salärbericht absegnen.

    Tobias Fässler

  • Am Schluss versöhnliche Töne an Novartis Generalversammlung

    Daniel Vasella, 1996 bis 2010 Konzernchef und seit 1999 Präsident des Pharmariesen Novartis, erhielt nicht nur Schelte, sondern auch viel Lob für sein Einstehen für die Forschung und sein soziales Engagement.

    Sein Nachfolger als Präsident wird Anfang August Jörg Reinhardt. Er wird wohl kaum einen anderen Weg einschlagen für Novartis.

    Thomas Oberer im Gespräch mit Eveline Kobler

  • Auch Migros drängt nach Asien

    Mibelle, Micarna, Bischofszell oder ELSA heissen die bekanntesten Industriebetriebe der Migros.

    Im letzten Jahr machten sie fast fünfeinhalb Millarden Franken Umsatz. Die Schweiz ist immer noch der wichtigste Markt. Migros stösst da an Grenzen und kann kaum mehr wachsen.

    Seit Jahren versuchen deshalb die Industriebetriebe der Migros auch im Ausland Fuss zu fassen.

    Auf der Suche nach Wachstum streckt die M-Industrie ihre Fühler nun verstärkt nach Asien aus.

    Maren Peters

  • Ein Mindestlohn von 4000 Franken, sinnvoll?

    Wer voll arbeitet, soll mindestens 4000 Franken im Monat verdienen, oder 22 Franken die Stunde. Das fordern die Gewerkschaften mit ihrer Mindestlohn-Initiative.

    In der Schweizer Arbeitswelt sind Löhne deutlich unter 4000 Franken Realität, auch für erfahrene und gelernte Berufsleute wie die Verkäuferin oder eine Coiffeuse.

    Sind dies Einzelfälle oder typische Beispiele? Und was würde ein gesetzlicher Mindestlohn für sie und für die Schweizer Wirtschaft bedeuten?

    Klaus Bonanomi