Depressive: «Als würde man ertrinken, ohne im Wasser zu sein»

Sophie ist depressiv und kämpft seit über sieben Jahren täglich mit sich selbst. Bei «True Talk» nimmt die 33-Jährige Stellung zu den gängigsten Vorurteilen, die nicht nur sie, sondern mehr als 350 Millionen Menschen weltweit betreffen.

Gerade in den Momenten, bei denen das sogenannte «Depressionsmonster» deine Gedanken übernimmt, bringen Sätze wie «Das wird schon wieder gut!» rein gar nichts. «Es gibt viele Unklarheiten bei dieser Krankheit, besonders wenn es darum geht, Betroffenen zu helfen», meint Sophie. Bei True Talk erklärt sie, wie man sich als nichtbetroffene Person am besten verhält.

Wird eine Depression bei einem deiner Freunde diagnostiziert, sei es zum Beispiel wichtig, dass du dich nicht abwendest: «Meine beste Freundin sagt nicht, ich solle rauskommen oder mich ablenken, sie nimmt mich einfach mit.»

Depressive Menschen sind auch alles andere als «faul». Im Gegenteil: «Wir möchten unsere Arbeit sehr gut erledigen. Die kleinste Kritik trifft Depressive in einem Schub dann wie ein Schlag.» Für viele sei es in solchen Momenten schwierig, überhaupt aufzustehen. Und sie fügt an: «Die grösste Leistung während eines Schubs war für mich, als ich es geschafft habe, zweimal am selben Tag zu kochen!»