«Wir Mönche sind keine asexuellen Wesen!»

Mönche sind alt und grau, leben betend in düsteren Kloster und haben eine gestörte Sexualität. Pater Philipp ist der lebende Beweis dafür dass das nicht stimmt. Bei «True Talk» stellt er sich den gängigen Vorurteilen und erklärt, weshalb auch im Kloster manchmal die Fetzen fliegen!

Pater Philipps möchte leben wie Jesus. Arm, barmherzig und ehelos. «Viele Menschen denken, wir verzichten auf alles was Spass macht. Aber wir sind alle freiwillig im Kloster. Und freiwillig auf etwas verzichten, ist doch der grösste Ausdruck von Freiheit!», erklärt der Philipp, der mit 21 Jahren ins Kloster Einsiedeln eintrat. Nach der obligatorischen Testphase von 5 Jahren, entschied sich der junge Mann dann definitiv für ein Leben als Mönch. Dass er mit dieser Entscheidung auch auf Sex verzichtet ist für ihn jedoch nicht einschränkend, sondern durchaus sinnvoll. «Wir sind keine asexuellen Wesen. Wir sind Männer wie andere auch. Aber es ist auch gut, dreht sich bei uns nicht alles um Sex. So versuchen wir diese Energie anders einzusetzen. Zum Beispiel um für andere Menschen dazu sein.» Die Geschichte habe auch gezeigt, dass ehelose Kirchenmänner kompromissloser für die Gesellschaft da sein können. Wer eine Familie habe, sei zum Beispiel in Kriegszeiten erpressbarer. So Pater Philipps Erklärung für die Ehelosigkeit. Mehr Vorurteile siehst du ihm Video.