Auf ein Letztes: «Uf u dervo» macht sich davon

Ein Jahrzehnt lang hat das Reisemagazin «Uf u dervo» die Schweiz von ihren schönsten und spannendsten Seiten entdeckt. Diesen Samstag macht sich «Uf u dervo» selber davon und bietet zum Schluss eine Fluchthilfe für alle, die schon immer mit einer Flucht ins Ausland geliebäugelt haben.

Peter Walt in der Uina-Schlucht.
Bildlegende: Peter Walt in der Uina-Schlucht. Peter Walt

Unvergesslich bleibt Reisereporter Dres Balmer. In seinem urchigen Grindelwaldner Dialekt nahm er die Hörer immer wieder auf packende Reisen fürs Ohr mit. Von seinen 102 Sendungen ist er 18 Mal mit dem Rennvelo in aller Herrgottsfrühe selber von Bern nach Zürich geradelt. Seine Reisegeschichten waren nie langweilige Lektüre aus dem Tourismusprospekt, sondern immer vollgespickt mit Ueberraschungen: Etwa, als er auf einer mehrtägigen Langlauftour durch den Jura die Langlaufskis kilometerweit über Wiesen tragen musste.

In der allerletzten Sendung «Uf u dervo» spielt das Reporter-Team für einmal Fluchthelfer über die Schweizer Grenze hinaus. Dres Balmer verschwindet in einem Hotel ohne Aussicht in den finsteren Untergrund, Simona Caminada setzt sich zu den Künstlern ins Bergell ab, Claudio Zemp lässt sich vom Panflöten-Spieler am Flughafen Zürich-Kloten in ferne Länder tragen, Marianne Berna mischt sich unter die Shopping-Touristen in Konstanz und Peter Walt tritt die Flucht über die Uina-Schlucht, einem 600 Meter in den Fels gehauenen Schmugglerpfad über schwindelerrendem Abgrund, ins frivole Südtirol an.

Autor/in: Peter Walt