«My Frau – dr Chef»

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Seit das Ehepaar Jucker die Rollen getauscht hat, hängt der Haussegen schief. Bobby Jucker entpuppt sich als mittelmässiger Hausmann, Gattin Klara rennt als frischgebackene Managerin von einem Erfolg zum nächsten. Das kann sich Macho Bobby natürlich nicht gefallen lassen.

Bobby Jucker ist mit seinem Seifengeschäft am Ende. Der resignierte Fabrikant rechnet mit dem baldigen Konkurs. Da spielt es für ihn keine Rolle, wenn er seine Frau ans Ruder lässt und sich selber die Schürze umbindet. Clara Jucker hat das Dasein als Hausmütterchen sowieso satt. Bobby freut sich schon hämisch auf das Scheitern seiner Frau. Doch Clara entpuppt sich als Businesstalent, und statt des drohenden Konkurses muss ihr Gatte nun den Erfolg seiner Frau verkraften. Was die Sache noch unerträglicher macht: Clara scheint sich prima mit ihrem neuen Assistenten Binggeli-Braun zu verstehen. Zum Neid gesellt sich bei Bobby Jucker nun auch noch die Eifersucht auf den vermeintlichen Nebenbuhler. Der Krach ist programmiert.

Tausch der Geschlechterrollen: Dieses Thema sorgt auch heute noch für Zündstoff. Ruedi Walter und Margrit Rainer bringen als zerstrittenes Ehepaar Jucker höchst plastische Charaktere auf die Bühne: Bobbys Frustration und Claras sanfte Rebellion sind menschliche Eigenschaften, die zeitlos sind. Dass «My Frau – der Chef» darüber hinaus viel Situationskomik und Ruedi Walter die Plattform für manch mitreissendes Kabinettstückchen bietet, versteht sich fast von selbst.