Bukarest ist auf dem Vormarsch

«Das Paris des Ostens», «das Berlin Rumäniens» – wer über Bukarest liest, kann sich schnell ein Bild machen. Vergleiche gibt es wie Sand am Meer. Aber die Stadt hat doch mehr zu bieten als das, was man schon woanders kriegt.

Die zehntgrösste Stadt der Europäischen Union.

Bildlegende: Bukarest Die zehntgrösste Stadt der Europäischen Union. SRF

Man kriegt zum Beispiel 1,7 Millionen Einwohner oder ein architektonisches Chrüsimüsi.  Die Altstadt ist ausserordentlich hübsch. Das Zierliche, Schnörkelige ist es dann wohl, was an Paris erinnert. Pompöses gibt es auch. Neben dem grössten Gebäude Europas, dem Parlamentspalast, befindet sich im Norden ein Park, der durchaus auch als Vergnügungsgebiet bezeichnet werden kann. Auf einer Fläche von 187 Hektaren gibt es Weiden, Blumenbeete, Alleen und Brücken. Wer die grüne Seite der Stadt sucht, ist im Herăstrău-Park richtig.

Kulinarisch ist Bukarest wohl so zusammengewürfelt wie das Stadtbild: Es gibt Schnitzel aus Wien, Mousaka aus Griechenland, aber auch Fleisch im Krautwickel oder einen Maisbrei, der lange Zeit als Essen für die ärmere Schicht galt. Etwas Einheimisches ist auch vorhanden: Suppen sind nämlich eine Spezialität, etwa die Kuttelsuppe.

Bukarest ist noch im Aufschwung. Die Diktatur von Nicolae Ceasescu wurde 1989 gestürzt. Seit damals ist viel passiert. Die Stadt mausert sich langsam zu einer beliebten Touristenattraktion. Sozial hat das Land aber noch viel zu bewältigen. Eine Jugendarbeitslosigkeit von 22,4 % zum Beispiel. Das Paris des Ostens oder das Berlin Rumäniens ist auf dem Vormarsch.