Das hat die junge Schweiz drauf!

Querdenker, Künstler, Erfinder: Anic Lautenschlager und Andi Rohrer zeigen in der 3. Staffel «Virus Voyage» neun Menschen, die abseits des Mainstreams ihr Ding durchziehen und mit viel Leidenschaft ihren Traum leben.

Anic Lautenschlager und Andi Rohrer sind wieder „on the road“ und besuchen Menschen ihrer Generation, die nicht dem schweizerischen Durchschnitt entsprechen. Für jeweils einen Tag tauchen die zwei Virus-Moderatoren in ein spannendes Leben ein und zeigen, wie unsere Generation lebt, was sie antreibt und wovon sie träumt.

1. Das Schweizer Surfergirl

Surf, Eat, Sleep. Alena Ehrenbold ist eine der besten Surferinnen der Schweiz und hat für ihre Leidenschaft soeben ihre Stelle als Lehrerin in der Schweiz an den Nagel gehängt. Ihr neues Zuhause ist auf der ganzen Welt, da wo es eben die schönsten Wellen gibt. Die 32-Jährige verbringt jede freie Minute im Wasser. «Es ist Meditation, harter Sport und der tägliche Kampf mit der Natur zugleich.»

2. Töffbub und Speed Freak

Er liebt grosse Motoren, er liebt die Geschwindigkeit, und er liebt die Mechanik. Nik Heer ist 25 Jahre jung und «schrübelet» an Motorrädern, seit er neun Jahre alt ist. Seit einem Jahr lebt der Rapperswiler von seiner Leidenschaft: Mit seinem Kollegen Fabian Witzig hat er den Young Guns Speed Shop gegründet und baut Custom Bikes, die in der Szene für Furore sorgen. Und nicht nur das: In den Nächten widmen sich die zwei der noch grösseren Leidenschaft: Renn-Motorräder. Sein neustes Projekt ist «Ferdinand the Sparrow» – mit diesem Bike will er den Geschwindigkeitsrekord brechen

3. Adrenalin-Junkie mit Hirn

Was Tamara Prader (32) macht, macht sie richtig. Nach zwölf Jahren Ballett auf höchstem Niveau und einem abgeschlossenen Architektur-Studium an der ETH, entdeckt die Prättigauerin das Downhill-Skateboarden rein zufällig. Innert kürzester Zeit kämpft sie sich an die Weltspitze. Und das, obwohl sie bei ihren Anfängen mit 27 Jahren eine der Ältesten war im Downhill-Zirkus.

4. Gourmetkoch und Suppenverkäufer

Fabian Zbinden (28) kochte schon im Restaurant von Robert De Niro in Beverly Hills, war bei Hollywoodstars eingeladen und lebte den Promi-Lifestyle. Irgendwann wurde ihm der Trubel aber zu viel. Heute verkauft er in Bern jeden Tag frische Suppe – aus seinem Vespa-Car-Foodtruck. Was nach Luxus-Verlust klingt, ist es für Fabian überhaupt nicht. Suppe sei eines der meist unterschätzten Gerichte, die es gibt. Zudem ist er nun sein eigener Chef.

5. Die Slow-Food-Gastronomin

«Wenn ich auf den Markt einkaufen gehe, ist das für mich ein Fest.» Laura Schälchli (33) ist Gastronomin, durch und durch. Gut, sauber und fair soll es sein. Die Fast-Food-Kultur in New York brachte Laura zum Umdenken, sie studierte Slow Food im Piemont und hat mittlerweile in Zürich mit einigen Pop-up-Restaurants Aufmerksamkeit erregt. Sie ist Präsidentin von Slow Food Youth Schweiz und kämpft für mehr Leidenschaft beim Essen.

6. Der Yoga-DJ mit dem Kind in sich

Er lebt den urbanen Hipster-Lifestyle: David Suivez (33) gibt am frühen Morgen Yoga-Stunden, spät in der Nacht legt er als DJ in Clubs auf – manchmal auch im Ausland. In beiden Disziplinen gehört er zu den Angesagtesten in der Schweiz. Er führt ein Leben zwischen Spiritualität und Party und sorgt zudem für seinen vierjährigen Sohn. Sein Rezept, all dies unter einen Hut zu bringen, ist seine Lebensphilosophie: «The World is a Playground.» Von seinem Sohn Kosmo lässt er sich inspirieren, um das eigene Kind in sich nie zu verlieren.

7. Zwischen Ultras und Polizei

Der fanatische Fussballfan Christian Wandeler (41) hat sich seine Faszination zum Beruf gemacht. Er gilt als Pionier in der Schweizer Fanarbeit und steht an den Spielen jeweils zwischen Ultra-Fanblock und der Polizei. Seine Aufgabe ist es, zu vermitteln und den Respekt von beiden Seiten aufrechtzuerhalten.

8. Alessandro Della Bella – Sternenfotograf

Als Pressefotograf hatte Alessandro Della Bella (37) einen stressigen Alltag. Deshalb verkroch er sich in der Nacht auf Berggipfel und lebte dort seine Leidenschaft zum Fotografieren ohne Stress aus. Das Motiv war der Himmel, die Sterne und der Mond.– Das Ergebnis: atemberaubende Zeitrafferaufnahmen vom Himmel, wie wir sie mit unseren Augen nicht sehen. Was als Versuch startete, ist heute sein Herzensprojekt.

9. Selfmade-Schlagzeugbauer

Ron Vetsch (29) war nie zufrieden mit dem Sound seines Schlagzeugs. Also baute er sich sein Eigenes. Dies kostete viel Lehrgeld, denn das Wissen hatte er sich vollständig alleine angeeignet. Es folgte ein zweites Schlagzeug für einen Freund, später gründete er seine eigene Schlagzeugmarke zusammen mit seinem Bruder. Heute liegt die Wartezeit für eines seiner Schlagzeuge bei rund einem halben Jahr – viele seiner liebsten Bands spielen auf seinen Drums.

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Fotos: © Noëlle Guidon, SRF Virus

Die ganze Reise in Bildern

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