«Wir sollten es uns leisten, bewusster zu essen»

Für sie zählt die Geschichte hinter dem Essen auf dem Teller. Laura Schälchli ist Slow-Food-Gastronomin und setzt sich für gesundes, faires und gutes Essen ein. Die Zürcherin nimmt uns mit auf den Markt und kocht ein Abendessen aus Produkten, die bei vielen im Abfalleimer laden.

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Virus Voyage: Der Hollywood-Koch und die Slow-Food-Gastronomin

26 min, aus Virus Voyage vom 2.12.2015

Die Geschichte mit Laura und dem Essen begann in Amerika. Laura studierte Design in New York, jobbte, verlor ihren Job und kam dann mit der Gastronomie in Berührung.

«  Irgendwann wurde mir in der U-Bahn bewusst, dass die Menschen, je weiter ich aus der Stadt fahre und je tiefer das Einkommenslevel ist, desto dicker werden. »

Die Zürcherin gründete die Catering-Firma «Club Sandwich» und lieferte gesundes Essen an ihre Freunde aus. Darauf folgte ein Slow-Food-Studium im Piemont und diverse Pop-Up-Projekte in der Schweiz. (Laura's Projekte findest du hier)

Gesunde Ernährung ist im Trend

Dass es immer mehr gesunde Food-Angebote gibt, stimmt Laura positiv. «Ich freue mich über jedes neue Projekt, welches sich mit bewusster Ernährung beschäftigt. Wir sind aufgewachsen mit Fertigprodukten, mit Fischstäbli, Ravioli aus der Büchse, Backofen-Lasagnes». Wir sollten uns wieder vermehrt zurückbesinnen und essen, was unsere Grosseltern assen, meint die Gastronomin.

Einkaufen auf dem Markt statt beim Grossverteiler

Zweimal pro Woche geht Laura zum Einkaufen auf den Markt. Dabei gilt: Ohne Einkaufsliste wird die Tour am günstigsten. «Ich laufe oft zuerst quer über den Markt, schaue mir die Preise an und kaufe dann, was gerade saisonal und darum eben auch günstig ist.» Der zweite Tipp: «Statt Salat zu kaufen, nehme ich beispielsweise Radieschen und die Rüebli mit dem Grünzeugs und mache daraus Salat und Pesto.»

Innereien vom Hofladen

Auch Fleisch gehört zum Genuss beim Essen dazu, findet Laura. Wichtig sei ihr, dass sie das Fleisch direkt vom Produzenten beziehen kann. Auf dem Hofladen «Horüti» werden die Rinder mit der Weideschlachtung getötet und so nicht dem Transport-Stress ausgesetzt. Laura kauft heute Innereien, unter anderem ein Herz. Denn, was ihr beim Fleischverzehr auch wichtig ist: Der Foodwaste-Gedanke. «Wir haben verlernt, alles vom Tier zu essen.»

Essen macht glücklich

Die Freude und Lust am Essen gehört für Laura aber genauso dazu, wie der bewusste Umgang mit der Ernährung. Sie selbst kocht gerne und versucht sich oft in neuen, möglichst verrückten Menuvarianten.

Begegnungen rund um Essen

Laura bietet unter dem Namen «Sobre Mesa» Kurse und Workshops rund um Essen an.

Lauras perfektes Sparmenü..

..findest du hier!