Boswiler Sommer: Sommernachtstraum à la Chinoise

Wo ist das Paradies? Zumindest aus musikalischer Sicht gibt es eine klare Antwort: in der Alten Kirche Boswil. Der Boswiler Sommer versprach dieses Jahr seinem Publikum nicht weniger als genau dies. Mit jungen Interpreten, verführerischer Musik und einem exotischen Instrument.

Die chinesische Pipa-Meisterin Yang Jing.
Bildlegende: Die chinesische Pipa-Meisterin Yang Jing. Markus Schmid

Musik zum Motto «Paradies», das sind in Boswil einmal Werke, die auf den Ohren zergehen: Beethovens «Mondscheinsonate» oder ein Schubert-Impromptu. Gespielt von Mona Asuka Ott, der bei uns noch nicht sehr bekannten deutsch-japanischen Pianistin schon einiges bekannter ist hingegen ihre ältere Schwester Alice Sara Ott.

Ein musikalisches «Paradies» kann es aber auch sein, wenn es sich die Zuhörenden in Liegestühlen bequem machen und der chinesischen Pipa-Meisterin Yang Jing lauschen, die ein «Wandererlied» anstimmt und uns mitnimmt in einen Sommernachstraum à la Chinoise.

Yang Jing, Pipa
Calmus Ensemble
Mona Asuka Ott, Klavier
Irina Ungureanu, Sopran
Murat Cevik, Flöte
Ronny Spiegel, Violine
Janka Szomor-Mekis, Bratsche
Florian Rohn, Violoncello
Luca Borioli, Marimba

J. Brahms: Waldesnacht
H. Distler: Um Mitternacht
M. Reger: Nachtlied
J. Yang: «Der grosse Wagen» für Sopran, Flöte, Pipa, Violoncello und Marimba
F. Schubert: Impromptu für Klavier solo
L. v. Beethoven: Klaviersonate cis-Moll op. 27 Nr. 2
J. Yang: «Streichtrio 0-1-2-3»

Konzerte vom 29. Juni 2014, Alte Kirche Boswil

Anschliessend: Chillout mit einem spanischen Abendständchen: Das Schumann-Quartett und weitere Musiker spielen Werke von M. Ravel, M. de Falla, J. Turina

Redaktion: Mariel Kreis