Live vom Jazzfestival Willisau

Die New Yorker Jazzszene ist am Festival in Willisau stets prominent vertreten. In dieser Ausgabe zum Beispiel mit dem Trompeter Dave Douglas, dem Gitarristen John Abercrombie, oder mit dem Tenorsaxophonisten Ellery Eskelin.

Porträt Ellery Eskelin
Bildlegende: Ellery Eskelin bringt einen Hauch New York nach Willisau. Jazzfestival Willisau

Bei allen ist die Auseinandersetzung mit dem klassischen Jazzrepertoire eine Konstante in der Arbeit. Das heisst aber ganz und gar nicht, dass daraus auch auf der Bühne Mainstream-Jazz entsteht. Gerade Ellery Eskelin geht in seinem Orgeltrio oft ziemlich frei mit den Standards um. Sie sind die Grundlage für seine improvisatorischen Höhenflüge, aber bei weitem nicht die einzige Ingredienz. Dazu sind er und seine kongenialen Partner, der Organist Gary Versace und der Schlagzeuger Gerald Cleaver viel zu sehr dem aktuellen Schaffen verpflichtet.

Man darf also sehr gespannt sein, wie sich die Dualität von Tradition und Moderne an diesem Abend auf der Bühne der Willisauer Festhalle manifestieren wird. Kommt dazu, dass die zweite Band des Abends, das Quartett Sons Of Kemet um den Londoner Schlagzeuger Seb Rochford nochmal einen ganz eigenen Akzent setzen wird.

Ellery Eskelin «Trio New York»:
Ellery Eskelin, Saxophon
Gary Versace, Orgel
Gerry Hemingway, Drums

Sons of Kemet:
Shabaka Hutchings, Saxophon
Theon Cross, Tuba
Seb Rochford, Drums
Tom Skinner, Drums

Liveübertragung vom Jazz Festival Willisau

Moderation: Annina Salis und Jodok Hess