Lucerne Festival: Unermüdlicher Botschafter für eine bessere Welt

«We are deeply saddened and concerned by the news reaching us from Israel/Palestine and share the worries of our members», stand im Juli auf der Website des West-Eastern Divan Orchestras. Seit 20 Jahren überwindet Daniel Barenboim mit Musik Grenzen, wo sonst Stacheldrähte das Leben einschränken.

Daniel Barenboim, Leiter des West-Eastern Divan-Orchestra.
Bildlegende: Daniel Barenboim, Leiter des West-Eastern Divan-Orchestra. Monika Rittershaus

Junge Musiker aus Israel, Palästina und anderen arabischen Ländern spielen im 1999 gegründeten West-Eastern Divan Orchestra, um mit Musik das zu leben, was im Nahen Osten nicht mehr möglich ist: einander zuhören und aufeinander eingehen. Zum Konzept des Orchesters gehört auch, Werke von Komponisten aus eben diesen Ländern aufzuführen.

Mit Kareem Rostoum (*1971) ist dieses Jahr ein Komponist syrischer Herkunft dabei, der sich auch als Filmkomponist einen Namen geschaffen hat. Seine Vielseitigkeit zeigt sich u.a. darin, dass er mit den verschiedensten Orchestern wie auch mit Pop-Grössen wie Shakira zusammenarbeitet und für sie komponiert. Ebenfalls international tätig ist der israelische Komponist Ayal Adler (*1968), der sich in seinen Werken intensiv mit der Musiktradition seiner Herkunft auseinandersetzt.

West-Eastern Divan Orchestra
Daniel Barenboim, Leitung
Peter Seiffert, Tenor (Tristan)
Waltraud Meier, Mezzosopran (Isolde)
Ekaterina Gubanova, Mezzosopran (Brangäne)
René Pape, Bass (König Marke)
Stephan Rügamer, Tenor (Melot)

A. Adler: «Resonating Sounds» für grosses Orchester

K. Roustom: «Ramal» für Orchester

R. Wagner: «Tristan und Isolde», 2. Akt

Konzert vom 17. August 2014, KKL Luzern