Lucerne Festival: Unsuk Chin und Johannes Maria Staud

Die beiden «composers-in-residence» stellen sich vor: In seinem Monodram «Der Riss durch den Tag» nach Texten von Durs Grünbein durchmisst Johannes Maria Staud eine düstere urbane Szenerie voller «geschichtlicher Beziehungslinien».

Composer-in-Residence: Usuk Chin.
Bildlegende: Composer-in-Residence: Usuk Chin. Eric Richmond/Arena Pal

Es gehe um «verdrängte Schuld», so Staud, «und darum, wie es möglich ist, als Mensch trotzdem weiterzumachen und ein individuelles Leben zu führen.»

Unsuk Chin überführt den konzertanten Wettstreit von Solisten und Ensemble in die «totale Homogenität» rhythmisch komplexer, teilweise an Gamelanmusik erinnernder Klangschichtungen: «Ich wollte eine Musik schreiben, die sehr farbig im Charakter und im Ausdruck ist, frei fliessend und beweglich, und die sich mitunter in gänzlich unerwartete Richtungen entwickelt.»

Dazu ein Werk von Matthias Pintscher, dem neuen Musikdirektor des Ensemble intercontemporain.

Ensemble intercontemporain
Matthias Pintscher, Leitung
Robert Hunger-Bühler, Sprecher

U. Chin: Doppelkonzert für Klavier, Schlagzeug und Ensemble

J. M. Staud: Monodram «Der Riss durch den Tag»

M. Pintscher: «Bereshit» für Ensemble

Konzert vom 17. August 2014, KKL Luzern

Redaktion: Florian Hauser