Menuhin Festival Gstaad: Nordische Hitze – Nordische Kälte

Schroff können sie sein, die (musikalischen) Landschaften aus Europas Norden. Aber auch verführerisch und sanft. Was hier sicher mit dabei ist, ist die grosse Leidenschaft, wenn nämlich zwei Jungstars der Klassikszene auftreten: Die Pianistin Khatia Buniatishvili und die Geigerin Vilde Frang.

Porträt von Khatia Buniatishvili
Bildlegende: Die Pianistin Khatia Buniatishvili. Esther Haase/Sony Classical Int.

Dieses Konzert vom Menuhin Festival Gstaad reiht einen Klassik-Hit an den anderen: Die inoffizielle Nationalhymne Finnlands von Jean Sibelius, die beiden beliebtesten Kompositionen des Norwegers Edvard Grieg und eines der (mit Recht!) berühmtesten Violinkonzerte der Romantik. Es ist Musik, die innere Bilder entstehen lässt; die verführerisch und sanft ist, dann aber auch wieder dramatisch oder beschwingt. Und es ist auch eine Möglichkeit, zwei junge Solistinnen in einem Konzert zu erleben, die für ihre musikalische Ehrlichkeit und Direktheit bekannt sind.

Gstaad Festival Orchestra
Neeme Järvi, Leitung
Khatia Buniatishvili, Klavier
Vilde Frang, Violine

J. Sibelius: «Finlandia». Sinfonische Dichtung op. 26

E. Grieg: Klavierkonzert a-Moll op. 16

M. Bruch: Violinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26

E. Grieg: «Peer Gynt». Orchestersuiten Nr. 1 & 2

Konzert vom 30. August 2014, Festival-Zelt Gstaad

Redaktion: Valerio Benz