«Pelléas et Mélisande» am Festival d'Aix-en-Provence

Nicht als Klangnebel, sondern mit musikalischer Klarheit: So kommt Claude Debussys einzig vollendete Oper in Aix auf die Bühne.

Sängerin auf der Bühne singend
Bildlegende: Eine der Lichtblicke: Die Sängerin Barbara Hannigan. Keystone

Sie ist das französische Opern-Mysterium schlechthin, Claude Debussys musikalische Dreiecksgeschichte um Pelléas, Mélisande und Golaud. Es wird darin alles andere als Klartext gesprochen, dafür findet umso mehr zwischen den Zeilen statt. Was dem ganzen Geschehen eine mysteriöse Aura verleiht.
Und auch Debussys Musik ist «Impressionismus» pur – aber eben auch mehr. Deshalb sorgt Dirigent Esa-Pekka Salonen für musikalische Klarheit und bringt sozusagen musikalisches Licht in diese sonst oft dämmerig gehaltene Partitur.

Für Lichtblicke sorgen auch die Hauptrollen, unter anderem Barbara Hannigan. Wem die amerikanische Sängerin sonst nur von ihren Auftritten im schwarzen Lack-Kostüm bekannt ist (in der Rolle der Lulu), der lernt sie hier von einer ganz anderen Seite kennen.

C. Debussy: Pelléas et Mélisande. Drame lyrique in 5 Akten

Philharmonia Orchestra
Cape Town Opera Chorus
Esa-Pekka Salonen, Leitung
Stéphane Degout, Bariton (Pelléas)
Barbara Hannigan, Sopran (Mélisande)
Laurent Naouri, Bassbariton (Golaud)
Franz Josef Selig, Bass (Arkel)
Sylvie Brunet-Grupposo, Mezzosopran (Geneviève)
Chloé Briot, Sopran (Yniold)
Thomas Dear, Bass (Le Médecin)

Aufführung vom 7. Juli 2016, Grand Théâtre de Provence

Redaktion: Gabriela Kaegi