Progetto Martha Argerich: Klassiker aus dem Tessin

Das «Progetto Martha Argerich» ist für die argentinische Ausnahmepianistin nicht nur musikalisches Familientreffen, es ist auch künstlerisches Experimentierfeld.

Die Pianistin Martha Argerich am Flügel.
Bildlegende: Martha Argerich Keytone

Zum letzten Mal hat dieses Jahr das Progetto stattgefunden – Martha Argerich ist inzwischen ja auch bereits 75 Jahre alt. Doch sie hat nichts von ihrem Experimentiergeist verloren. Denn wer dachte, die Pianistin sei auf Prokofiev, Ravel oder Chopin abonniert, lernt sie hier von einer anderen Seite kennen: Beethovens «Chorfantasie», eine Art Studie zur 9. Sinfonie, gehört sicher nicht zu Argerichs Stamm-Repertoire.

Und ebenso typisch Progetto: Auch die Jungen sind mit dabei, wobei es nicht immer Pianistinnen und Pianisten sein müssen; in diesem Konzert zu hören die Geigerin Vilde Frang und der bei uns noch weniger bekannte israelisch-belgische Bratschist Nathan Braude.

W.A. Mozart: Sinfonia concertante für Violine, Viola und Orchester Es-Dur KV 364
L. van Beethoven: Meeresstille und glückliche Fahrt. Kantate für Chor und Orchester op. 112
L. van Beethoven: Fantasie für Klavier, Chor und Orchester c-Moll op. 80. «Chorfantasie»

Orchestra della Svizzera italiana
Coro della Radiotelevisione svizzera
Diego Fasolis, Leitung
Martha Argerich, Klavier
Cecilia Bartoli, Mezzosopran
Vilde Frang, Violine
Nathan Braude, Viola

Konzert vom 24. Juni 2016, LAC Sala Teatro, Lugano

Redaktion: Patricia Moreno