Schlosskonzerte Thun: Junges Klaviertrio im Rittersaal

Ein Trio, das sich auf Deutsch übersetzt «Windböe» nennt? Passt bestens! Denn das junge Schweizer Trio Rafale ist ein Kammermusikensemble, das eine ganze Bandbreite von «Windstärken» musikalisch umzusetzen versteht.

Das Trio Rafaele: Flurin Cuonz, Daniel Meller und Maki Wiederkehr.
Bildlegende: Windstärke, musikalisch umgesetzt: Das Trio Rafaele mit Flurin Cuonz, Daniel Meller und Maki Wiederkehr. Andreas Zihler

Sanft-elegisch, stürmisch-zupackend, erhitzend oder auch mal abkühlend: Das Trio Rafale bewegt sich spielend in den verschiedensten emotionalen Aggregatszuständen. Die drei Musiker haben sich 2008 an der Zürcher Hochschule der Künste zum Klaviertrio zusammengeschlossen, und in der Zwischenzeit haben der Geiger Daniel Meller, der Cellist Flurin Cuonz und die Pianistin Maki Wiederkehr mehrfach bewiesen, auf welch sensible und intelligente Art sie in der Gruppe funktionieren. Mit ersten Preisen bei den internationalen Kammermusikwettbewerben in Melbourne und Osaka, mit einer Konzertlaufbahn, die sie von der Schweiz in viele europäische Länder und nach Japan gebracht hat. Höchste Zeit also für ein «Weltklasse»-Debüt!

Bei ihrem Auftritt an den diesjährigen Schlosskonzerten Thun spielte das Ensemble neben Ludwig van Beethovens bekanntem «Erzherzog»-Trio und dem einzigen Klaviertrio von Claude Debussy auch die wenig aufgeführten Fantasiestücke von Robert Schumann.

Robert Schumann: Fantasiestücke op. 88
Claude Debussy: Klaviertrio G-Dur
Ludwig van Beethoven: Klaviertrio op. 97 B-Dur «Erzherzog»

Trio Rafale:
Maki Wiederkehr, Klavier
Daniel Meller, Violine
Flurin Cuonz, Violoncello

Konzert vom 6. Juni 2015, Rittersaal Schloss Thun

Redaktion: Valerio Benz