Sommernacht mit Joyce DiDonato

Zwei US-Klassikstars waren angekündigt, doch eine Woche vor Festivaleröffnung kam es dann ein wenig anders: James Levine musste sein lange erwartetes Verbier-Comeback absagen. Davon gottlob nicht beeindrucken liess sich die amerikanische «Yankee-Diva» Joyce DiDonato.

Joyce DiDonato.
Bildlegende: Die amerikanische Ausnahme-Sängerin Joyce DiDonato, die sich selber «Yankee-Diva» nennt. Reuters

Von 2000 bis 2006 leitete der amerikanische Dirigent James Levine das Verbier Festival Orchestra, dann musste er krankheitsbedingt zurücktreten. Aus seiner für dieses Jahr angekündigten und von vielen sehnlich erwarteten Rückkehr wurde dann aber trotzdem nichts: Kurz vor Festivaleröffnung hiess es, James Levine habe eine Ohrenentzündung und dürfe sich nicht in ein Flugzeug setzen. Für ihn sprang Esa-Pekka Salonen ein, der kurzfristig seine Ferienpläne umgestellt und den Abstecher in die Walliser Alpen auf sich genommen hat.

Und mit dabei auch die amerikanische Ausnahme-Sängerin Joyce DiDonato, die sich selber «Yankee-Diva» nennt und deren Berliner Auftritt kürzlich in Hector Berlioz' «Damnation de Faust» die Kritiker zum Schwelgen brachte. Auch in Verbier singt die Mezzosopranistin Musik von Berlioz: Seinen berühmten Liederzyklus «Les Nuits d'été», wobei diese musikalische Sommerbrise nicht nur die Liebe, sondern auch deren Verlust thematisiert.

Richard Strauss: Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28
Hector Berlioz: Les Nuits d‘été op. 7
Robert Schumann: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 «Rheinische»

Verbier Festival Orchestra
Esa-Pekka Salonen, Leitung
Joyce DiDonato, Mezzosopran

Eröffnungskonzert vom 17. Juli 2015, Salle des Combins, Verbier

Redaktion: Moritz Weber