Verbier Festival: Daniel Harding dirigiert Mahler

Konzertorganisatoren brauchen manchmal gute Nerven: Erst konnte der Pianist Daniil Trifonov nicht nach Verbier reisen, dann wurde auch noch kurzfristig der Dirigent krank.

Foto von Daniel Harding während er dirigiert
Bildlegende: Daniel Harding dirigiert in Verbier Mahlers Neunte, die letzte vollendete Sinfonie und eines der geheimnisvollsten Werke des Komponisten. Imago/Momentphoto/Bonss

Nun aber hat sich alles zum Guten gewendet. Für den erkrankten Gianandrea Noseda springen gleich zwei Kollegen ein: Der junge Amerikaner Joshua Weilerstein, der regelmässig in der Romandie tätig ist, und der Mahler-erfahrene Daniel Harding.
Harding dirigiert in Verbier Mahlers Neunte, die letzte vollendete Sinfonie und eines der geheimnisvollsten Werke des Komponisten. «Was mir der Tod erzählt» soll die ungeschriebene Überschrift gelautet haben, und der Mythos, Mahler habe hier sein eigenes Ableben musikalisch vorweggenommen, begleitet das Werk bis heute.

Mozarts spätes C-Dur Klavierkonzert, mit dem das Konzert beginnt, wirkt demgegenüber viel unbekümmerter. Aber auch nur beim ersten Eindruck. Denn wie oft bei Mozart verbirgt sich das Schwere hinter dem Vorhang des Leichten.
Solist in diesem Konzert ist der armenisch-amerikanische Pianist Sergei Babayan, der für den verhinderten Daniil Trifonov einspringt.

Wolfgang Amadé Mozart: Klavierkonzert Nr. 25 C-Dur KV 503
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 9

Verbier Festival Orchestra
Joshua Weilerstein, Leitung (Mozart)
Daniel Harding, Leitung (Mahler)
Sergei Babayan, Klavier

Konzert vom 24. Juli 2017, Salle des Combins, Verbier

Redaktion: Andreas Müller-Crepon