Die Weltverbesserer – Folge 4

Die Weltverbesserer, Folge 4

Der Ärztin Melanie Holzgang steht bald der Abschied von der Unfallchirurgie in Äthiopien bevor. Die Rückkehr in die Schweiz fällt ihr schwer. Im griechischen Ideomeni sieht Vanja Crnojević unglaubliches Elend. Sie hat als Mutter eines zehnjährigen Sohnes Mühe die Fassung zu bewahren.

In der äthiopischen Stadt Jimma freut sich Chirurgin Melanie Holzgang über ein Wiedersehen mit Rehima. Dem neunjährigen Mädchen musste ein Arm amputiert werden, jetzt ist es auf dem Weg zur Besserung und kommt zur Nachkontrolle. Der 33-jährigen Ärztin steht der Abschied von der Unfallchirurgie, die sie geleitet hat, bevor. Die Rückkehr in die Schweiz fällt ihr schwer, denn sie hat nicht nur ihre Kolleginnen und Kollegen hat ins Herz geschlossen, sondern auch das Land. Währenddessen versucht der Gründer des «Gostar-Projekts», Jörg Peltzer, befreundete Schweizer Industrielle von seiner Vision eines Spitalneubaus in Jimma zu überzeugen. Denn noch fehlen ihm dafür viele Millionen.

In Nepal besucht der Fotograf Manuel Bauer Namashung, das neue Dorf, das er mit Spendengeldern gebaut hat. Dorthin sollen die Menschen von Sam Dzong umsiedeln, weil ein Überleben am alten Ort nicht mehr möglich ist. Aber vor Ort realisiert er, dass vieles anders ist, als er es sich vorgestellt hat. Noch fehlt ein Damm, der das Dorf vor Überschwemmungen schützen soll. Manuel Bauer diskutiert mit den einheimischen Ingenieuren und fühlt sich nicht kompetent und überfordert. Wieder zu Hause hält er vor grossem Publikum einen Vortrag über Sam Dzong, um Spendengelder zu sammeln. Mit der Öffentlichkeit wächst auch der Druck, transparent und fehlerlos zu handeln. Etwas, das alle Weltverbesserer aushalten müssen.

Im griechischen Idomeni erlebt Vanja Crnojević einen Tiefpunkt. Ein Flüchtling aus Syrien lehnt ihre Hilfe ab und kritisiert die desolaten Zustände im wilden Camp. Er fordert Vanja auf, die Situation seiner Kinder mit derjenigen der Kinder in Europa zu vergleichen. Die 36-jährige, selbst Mutter eines zehnjährigen Sohnes, verliert die Fassung. Sie fühlt sich hilflos und zweifelt am Sinn ihrer Arbeit. Diese Erfahrung befeuert ihr Engagement. In Zürich nimmt sie an der Sitzung des Vereins «Borderfree Association» teil, einmal mehr geht es um Geld und den Einsatz freiwilliger Helfer.

Erstausstrahlung: 16. Dezember 2016 SRF 1

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