Die Weltverbesserer – Folge 5

Die Weltverbesserer, Folge 5

  • Samstag, 31. März 2018, 9:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 31. März 2018, 9:00 Uhr, SRF zwei
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 24. November 2016, 5:45 Uhr, SRF 1
    • Dienstag, 27. Dezember 2016, 11:30 Uhr, SRF 1

Viel Herzblut und viel Zeit haben die Protagonisten der der Serie «Die Weltverbesserer» in ihre Projekte gesteckt. Dabei haben sie Entbehrung aber auch grosse Zufriedenheit erfahren. Dass ihre Arbeit und ihr Engagement auch langfristig Früchte trägt, ist ihnen allen ein grosses Anliegen.

Auf diesen Moment hat der Fotograf Manuel Bauer sieben Jahre hingearbeitet: in Nepal wird das neue Dorf Namashung eingeweiht. Beim Fest in Namashung ist er überwältigt, dass die 85 Bewohner von Sam Dzong, die wegen des Klimawandels wegziehen müssen, ein neues Zuhause bekommen. Allerdings steht die Nagelprobe noch bevor: Erst in den nächsten Jahren wird sich weisen, ob die Sam Dzongas am neuen Ort überleben können. Werden die Felder genügend Ernte abwerfen? Diese Frage lässt Manuel Bauer nicht los und eineinhalb Jahre später reist er noch einmal nach Namashung. Was er sieht, überrascht ihn und stimmt ihn optimistisch, dass sein Projekt funktioniert hat und nachhaltig ist.

Dass er helfen konnte, mache ihn zu einem zufriedeneren Menschen, sagt er und dieses Gefühl teilt er mit den anderen Weltverbesserern.

Oberärztin Melanie Holzgang ist zurück in der Schweiz und arbeitet wieder im Spital Uster. Doch seit ihrem Einsatz in Äthiopien zieht es sie dorthin zurück, wo sie wirklich gebraucht werde, wie sie sagt. Im Team schlägt sie die Werbetrommel für einen Einsatz in Jimma. Sie hofft, dass der Funke überspringt und ihre Begeisterung ansteckend ist.

Der Gründer der Unfallchirurgie-Station in Jimma, Chefarzt Jörg Peltzer, veranstaltet ein Kick-Off Treffen für seine Sponsoren-Gruppe. Sie haben den ehrgeizigen Plan, mit dem Bike durch Äthiopien zu fahren und dabei Gutes zu tun: Jeder spendet 20 000 Franken. Dieses Geld benötigt Peltzer dringend für die Deckung der Betriebskosten des Spitals in Jimma. Bei diesem Treffen zerstreut Peltzer allfällige Sicherheitsbedenken mit dem Argument, dass der Tross von bewaffneten Bodyguards begleitet werde. Als kurz vor der Abreise Äthiopien von politischen Unruhen erschüttert wird, ist klar, dass die Radtour so nicht durchgeführt werden kann. Peltzer muss ein Notfallszenario erstellen, um die Gelder für den Betrieb des Spitals nicht zu gefährden.

Vanja Crnojević ist wieder in Griechenland und besucht eine ganz besondere Apotheke. Hier werden gratis Medikamente an Flüchtlinge, aber auch an Griechen in prekären Verhältnissen abgegeben. Mit ihrem Verein«Borderfree Association» unterstützt Vanja dieses Projekt. Am Fusse des Olymp besucht sie ihr anderes Projekt: ein Camp mit Jesiden, in dem sie mit ihrem Verein eine Schule und einen Kindergarten aufgebaut hat. Jetzt geben Sprachunterricht und ein Tanzprojekt den Menschen eine Tagesstruktur und unterbrechen das eintönige Leben im Camp. Der jesidische Flüchtling Sammy zum Beispiel, tanzt mit den Kindern Hip Hop. So sollen die Kleinen für einen Moment die Welt um sich herum vergessen und ihre Sorgen wegtanzen können. Auch Sipan Marko, der mit Hilfe von Fernsehsendungen Englisch gelernt hat, will sein Wissen weitergeben. Vanja erfüllt dieses Projekt mit Stolz und Genugtuung, denn sie weiss aus eigener Erfahrung, wie wichtig Sprache für die Integration ist. Und: ihr Verein hat den Sprung geschafft: von der niederschwelligen Nothilfe zur nachhaltigeren Unterstützung von Flüchtlingen.

Erstausstrahlung: 23. Dezember 2016 SRF 1