Von Tief- und Hochdruckgebieten

Herr Brändli möchte wissen, warum Hoch- und Tiefdruckgebiete nicht über der Schweiz entstehen. Woher kommen sie und wie bilden sie sich?

Bei uns ziehen Tiefdruckgebiete meistens nördlich vorüber. Bei 60 Grad Nord befindet sich auch die Subpolare Tiefdruckrinne, eine Zone mit tiefem Luftdruck. Die Geburtsstätte der Tiefs liegt dabei über dem Nordatlantik. Zwischen den Tiefs sind auch immer wieder kleine Hochdruckgebiete eingelagert, sogenannte Zwischenhochs. Auch sie ziehen mit der Westströmung über uns hinweg. Ab und zu schafft es auch ein Ausläufer des Azorenhochs bis zu uns. Das Azorenhoch gehört zum Subtropischen Hochdruckgürtel. Diese Hochdruckzone erstreckt sich rund um den Globus. Selten bildet sich ein Tief bei uns, das wäre zum Beispiel ein sogenanntes Leetief über Norditalien. Lee ist die windabgewandte Seite. Trifft also die Strömung von Norden her auf die Alpen, gibt es im Lee eine Verwirbelung, ein sogenanntes Leetief. Dieses Tief ist dann direkt wegen unserer Topographie entstanden.

Autor/in: Daniela Schmuki, Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: SRF Meteo