Der Amazonas

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Die letzte Folge der Serie «Wildes Brasilien» führt in den grössten Regenwald der Welt. Der Amazonas-Regenwald bedeckt eine Fläche von fast sieben Millionen Quadratkilometern. Zehn Prozent aller auf der Welt existierenden Arten kommen in dieser tropischen Waldregion vor.

Die Artenvielfalt ist bereits einzigartig, und immer noch werden neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt. Der Amazonas-Regenwald Brasiliens ist ein Land aus Wasser und Wald – und diese beiden Welten ringen jedes Jahr, angetrieben durch die saisonalen Fluten, um die Vorherrschaft.

Das Kronendach ist das uneingeschränkte Reich der Harpyie. Dieser Adler zählt zu den kräftigsten Greifvögeln weltweit. Seine bevorzugte Beute sind Faultiere und Affen. Harpyien brüten nur etwa alle zwei bis drei Jahre. Dementsprechend fürsorglich betreuen sie ihre Jungtiere. Ist der Nachwuchs einmal geschlüpft, muss täglich Frischfleisch ans Nest geflogen werden, um die stets hungrigen Küken zufriedenzustellen.

Einige Waldetagen tiefer gehen die Blattschneiderameisen einer ähnlichen Arbeit nach. Sie suchen nach Blättern, aus denen sie mit ihren scharfen Mundwerkzeugen leicht transportable, mundgerechte Happen sägen. Später verfüttern sie diese in ihrem Bau an einen Pilz. Der Pilz wiederum dient den Ameisen als Nahrung.

Mit der Regenzeit verwandeln die anschwellenden Fluten die Wälder in eine verkehrte Welt: einst trockenliegendes Land steht plötzlich unter Wasser. Nun sind es der Pirarucu, einer der grössten Süsswasserfische der Welt, und die Fransenschildkröte, die zu Jägern werden. Während der gut zwei Meter lange Pirarucu in den stehenden Gewässern zwischen den Bäumen umherstreift, lauert die Fransenschildkröte reglos und gut getarnt auf Beute.