Ein Tag im September

Die fünfte und letzte Folge gibt einen überraschenden Einblick in das Leben eines Staumauerwärters im Bergell, in den Alltag einer Maître de Cabine bei der Swiss, das turbulente Familienleben eines Lehrers mit drei kleinen Kindern und zeigt die Welt einer reformierten Pfarrerin in Bülach.

Reto Gubler, Lehrer

Der 41-jährige Zürcher war Zimmermann, bevor er sich zum Lehrer fortbildete. Der dreifache Familienvater unterrichtet an der Oberstufe in Wimmis die Fächer Werken und Sport. Neuerdings bietet er für Schulabgänger auch Kurse in Selbstkompetenzförderung an. Es ist ihm ein Herzensanliegen, dass seine Schüler sich ihrer Fähigkeiten bewusst werden und merken, dass sie ihr Leben selbst gestalten können. Das ist seiner Meinung nach eine wichtige Grundlage, um in einer Lehre bestehen zu können. Er und seine Frau Johanna sind beide Teilzeit berufstätig und gleichermassen für Kindererziehung und Haushalt verantwortlich.

Sandra Dubach, Maître de Cabine

Die 44-jährige Bernerin hat vor 21 Jahren ihren Traumjob bei der Swissair gefunden. Sie liebt das Reisen, fremde Länder und Kulturen und ist seit 17 Jahren als Maître de Cabine für die Crew an Bord verantwortlich. Neben der Fliegerei engagiert sie sich seit langem für den Tierschutz und unterstützt verschiedene Projekte in aller Welt. Vor kurzem hat sie sich zudem zur Zoobegleiterin im Zoo Zürich ausbilden lassen. Nur was man kennt, ist man bereit zu schützen, davon ist sie überzeugt. Sandra geniesst ihre Freiheit und Unabhängigkeit.

Yvonne Waldboth, Pfarrerin

Yvonne war jahrelang Seelsorgerin bei der Polizei, bevor sie vor vier Jahren eine Pfarreistelle in der Kirchgemeinde Bülach übernahm. Bülach ist mit 10‘500 Mitgliedern eine der grössten reformierten Gemeinden in der Deutschschweiz. Yvonne findet es schön, Menschen verschiedenen Alters in wichtigen Momenten ihres Lebens begleiten zu dürfen. Zudem versucht sie, neue Ideen in den Kirchenalltag einzubringen. Yvonne lebt mit ihrer Partnerin und ihrem Hund in Bülach, diesen nimmt sie wann immer es geht zur Arbeit mit. Ruhe findet sie selbst im Zen-Buddhismus, einer Meditationsform, die sich, wie sie sagt, sehr gut mit christlichen Werten verbinden lässt.

Stefano Zarucchi, Staumauerwärter

Stefano, 44 Jahre alt, lebt mit seiner Frau und seinen zwei kleinen Buben in St. Moritz, aber eigentlich kommt er aus dem Bergell und dort zieht es ihn auch wieder zurück. Der frühere Pöstler hat bei den Zürcher Elektrizitätswerken, dem EWZ, eine Anstellung gefunden. Das EWZ betreibt den Albigna-Stausee mit grossen Wasserkraftanlagen und ist einer der grössten Arbeitgeber im Bergell. Zusammen mit seinen beiden Kollegen wartet und kontrolliert Stefano die Stauwerkanlage. Als Naturmensch ist Stefanos liebster Platz das Maiensäss seiner Familie gleich unten im Tal. Dort werkelt er oder baut Wege oder frönt seiner grossen Ladenschaft, der Jagd. Eine Familientradition, die er gerne an seine Söhne weitergeben möchte.

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