«Was wäre wenn?» – eine Frage und ihre Folgen

  • Samstag, 9. Januar 2016, 12:40 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 9. Januar 2016, 12:40 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Samstag, 9. Januar 2016, 14:36 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Samstag, 9. Januar 2016, 20:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 10. Januar 2016, 0:06 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 10. Januar 2016, 6:06 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 10. Januar 2016, 19:30 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
    • Sonntag, 10. Januar 2016, 22:36 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Montag, 11. Januar 2016, 0:06 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Montag, 11. Januar 2016, 4:33 Uhr, Radio SRF 4 News

Gedankenexperimente sind eine praktische Sache. Man braucht dafür keine Versuchspersonen, keine teuren Apparate und keine komplizierten Messanordnungen. Alles, was man braucht, ist einen Kopf und die Frage: «Was wäre wenn?»

Darum sind Gedankenexperimente ein wichtiger Baustein der Wissenschaft. Den Psychologen dienen sie als Messlatte für moralische Entscheidungen. In den Naturwissenschaften kann man mit Gedankenexperimenten Theorien erschaffen und gegeneinander abwägen. Und selbst die Ökonomie gründet zu grossen Teilen auf Gedankenexperimenten. Wir zeigen warum, in einer Spezialsendung im Rahmen von «Filosofix – Philosophie animiert» auf SRF Kultur.

Beiträge

  • Still aus Film.

    Das Kind im Teich

    Besonders viel Erfahrung mit Gedankenexprimenten hat die Philosophie, DIE Wissenschaft des Nachdenkens überhaupt.

    Von Sokrates bis zu zeitgenössischen Ethikern haben Philosophinnen und Philosophen solche geistigen Experimente entwickelt, um sich so fundamentalen Themen wie Moral, Gerechtigkeit oder der Erkenntnis der Welt zu nähern. Zum Beispiel der Ethiker Peter Singer in seinem Gedankenexperiment «Kind im Teich».

    Pascal Biber

  • Was kann uns der Durchschnitt über die moralische Richtigkeit einer Handlung sagen?

    Wie moralisch sind Sie?

    Statt ein moralisches Gedankenexperiment philosophisch zu betrachten und am Schreibtisch darüber nachzudenken, fragen Psychologen bei möglichst vielen Menschen nach, wie sie entscheiden bei einem Gedankenexperiment.

    Wie entscheiden Menschen im Durchschnitt? Entscheiden einige anders als andere? Und warum?

    Pascal Biber

  • Nicht alle Zahlen und Berechnungen sind so genau, wie sie vorgeben.

    Vom Schein der Genauigkeit

    Nicht alle Forschungs-Disziplinen machen gleichermassen transparent, dass ihre Schlussfolgerungen auf Gedankenexperimenten gründen. Die Ökonomie zum Beispiel fasst gerne die Welt gerne in Zahlen, welche den Eindruck höchster Genauigkeit erwecken. Zu Recht?

    Thomas Kobel

  • Im Gedankenexperiment «Schrödingers Katze» verschwimmen die Grenzen zwischen Leben und Tod.

    Schrödingers Katze und Co.

    Auch in den Naturwissenschaften gibt es Gedankenexperimente, zum Beispiel in der Physik. Zwar bauen Physiker und Physikerinnen gerne grosse Maschinen mit viel High-Tech wie etwa den Teilchenbeschleuniger am CERN in Genf. Seit jeher setzen sie aber auch auf Low-Tech: auf reines Nachdenken.

    Was können sie mit Gedankenexperimenten herausfinden? Ein Gespräch mit dem deutschen Wissenschaftsphilosophen Wolfgang Spohn.

    Hanna Wick

Moderation: Odette Frey, Redaktion: Pascal Biber, Hanna Wick