Rachid Taha, franko-algerisches Enfant Terrible

Der wohl einzige Punkrocker unter den Nordafrika-Franzosen kreischt und haut auf den Putz wie eh und je. Aber Rachid Taha kann es auch durchaus subtil. Beides und noch einiges mehr zeigt sein neues Album «Zoom».

Ja, das ist wirklich ein Punker. Rachid Taha, 2005 am Paléo Festival in Nyon.
Bildlegende: Ja, das ist wirklich ein Punker. Rachid Taha, 2005 am Paléo Festival in Nyon. keystone

Berühmt wurde Rachid Taha schlagartig, als er 1986 Charles Trenets Hymne «Douce France» vor Ironie triefend in arabisch-französischem Gassenjargon verpunkte. Mit solch brachialem Arabo-Rock gewann er eingeschworene Fans. Aber auch das gallische Frankreich verzieh ihm mit dem neo-traditionellen «Ya Rayah», das seinerseits zur Multikulti Hymne wurde. Auf dem neuen Album «Zoom» bringt der vielleicht interessanteste Musiker Nordafrikas harte und sanfte Töne in selten gehörter Harmonie.

Rachid Taha: «Zoom», Naïve

Gespielte Musik

Moderation: Peter Walt, Redaktion: Marianne Berna