Was feiern wir genau an Pfingsten?

«Freude herrscht!» Am Montag hast du wieder einen schulfreien Tag. Doch weisst du eigentlich, warum? Wir frischen dein Gedächtnis auf.

Wolke in Herzform

Bildlegende: So, oder vielleicht so ähnlich, sah laut Bibel das «Transportmittel» von Jesus bei Auffahrt aus. pixabay.com

Pfingsten hängt mit zwei anderen christlichen Feiertagen eng zusammen. Und zwar mit Ostern und Auffahrt.

  • Karfreitag und Ostern

Für die Christen gehören Karfreitag und Ostern zu den wichtigsten Feiertagen. In der Bibel steht, dass Jesus am Karfreitag am Kreuz gestorben ist.

Die Kreuzigung war die Strafe dafür, dass er behauptet hatte, Gottes Sohn zu sein. Weil Jesus für die Christen am Kreuz starb, ist das Kreuz bis heute ein Symbol für die Christen. Nach seinem Tod wurde er in einer Gruft begraben.

Am Ostersonntag ist Jesus dann laut der Bibel aus seinem Grab ausgebrochen und auferstanden. Er stieg aber noch nicht direkt in den Himmel auf.

Jesus und Jünger

Bildlegende: Jesus mit seinen zwölf Jüngern. Die Christen glauben, dass sie die ersten Anhänger des christlichen Glaubens waren. pixabay

  • Auffahrt

Jesus lebte und predigte gemäss der Bibel nach dem Ostersonntag noch 40 Tage lang. Seine letzte Predigt hielt er vor seinen Freunden, die auch Jünger genannt werden. Dann verkündete Jesus, dass er jetzt zu Gott in den Himmel gehen werde. In der Bibel heisst es, er sei emporgehoben worden, in einer Wolke verschwunden und sozusagen in den Himmel hinaufgefahren. Deshalb nennen wir den Tag «Auffahrt».

  • Pfingsten

50 Tage nach Ostern und 10 Tage nach Auffahrt feiern wir Pfingsten. An diesem Tag soll der Heilige Geist auf die Erde gekommen sein. Die Christen glauben, dass dieser bis heute in uns und zwischen uns lebt. Durch das Empfangen des heiligen Geistes waren die Jünger motiviert, in die Welt hinauszuziehen, um von Jesus und Gott zu berichten. So entstanden neue Gemeinschaften von Gläubigen, die sich bald in Kirchen versammelten. Darum heisst es auch, Pfingsten sei der Geburtstag der Kirche.

Wieso du nun nicht nur am Sonntag, sondern auch noch am Montag frei hast? Ganz einfach: Früher hatten die Menschen keine Ferien. Die einzigen Freitage waren Feiertage. Damit die Menschen an den wichtigen christlichen Festen mehr Zeit zum Beten und Beisammensein hatten, schenkte man ihnen einen zusätzlichen Feiertag.