Die Kulturrevolution – eine chinesische Katastrophe

Vor 50 Jahren zogen Rotgardisten durch die chinesische Hauptstadt Peking. Sie priesen den Vorsitzenden Mao Tsetung und bestraften «Abweichler» von der Parteilinie. Den Säuberungsaktionen fielen mehrere Millionen Menschen zum Opfer – die Kulturrevolution wurde zum Trauma für China.

Rote Garden 1966 in Peking
Bildlegende: Rote Garden 1966 in Peking Keystone

Die Kulturrevolution dauerte ganze 10 Jahren (1966-76). Offiziell wollte Mao damit seine Gedanken stärker im Volk verankern und mit der feudalen Vergangenheit brechen. Doch er nutzte die blutigen Unruhen auch dafür, seine politischen Rivalen auszuschalten. Dem Land brachten die 10 Jahre Kulturrevolution schwere Verwerfungen.
Gast in der «Zeitblende» ist die Historikerin Ariane Knüsel. Sie arbeitet an der Universität Freiburg an einer Habilitationsschrift zur chinesischen Geschichte.

Autor/in: Rafael von Matt