Ungarn-Aufstand: Solidarität und Kommunisten-Hass in der Schweiz

Als am 4. November 1956 sowjetische Panzer in Budapest auffuhren und den Aufstand in Ungarn niederschlugen, kam es zu einem Aufschrei in der westlichen Welt. Auch die Schweizer Bevölkerung zeigte sich vor 60 Jahren solidarisch und nahm Flüchtlinge aus Ungarn auf.

Flüchtlinge aus Ungarn besteigen 1956 in Österreich einen Zug Richtung Schweiz.
Bildlegende: Solidarität nach dem Ungarn-Aufstand: Flüchtlinge besteigen in Österreich einen Zug Richtung Schweiz. Keystone

Vor 60 Jahren kam es in Ungarn zum Aufstand: Am 23. Oktober 1956 begann er mit einem Studentenprotest in Budapest, an dem die Sicherheitskräfte Gewalt einsetzten. In der Folge kam es zu Kämpfen in mehreren Städten Ungarns, und eine neue Regierung übernahm die Macht.

Doch am 4. November fuhren die sowjetischen Panzer auf, sowjetische Truppen schlugen den Aufstand blutig nieder. Es kam zu einem Aufschrei in der westlichen Welt – auch in der Schweiz. Die Bevölkerung hierzulande ging auf die Strasse, um gegen die Russen zu demonstrieren, und sie zeigte sich solidarisch mit den Flüchtlingen aus Ungarn. Rund 10‘000 Ungarn-Flüchtlinge nahm die Schweiz auf.

In der «Zeitblende» zu Gast sind Andreas Oplatka und David Tréfàs. Andreas Oplatka war NZZ-Redaktor und ist inzwischen pensioniert; er kam als Jugendlicher nach dem Aufstand aus Ungarn in die Schweiz. David Tréfàs ist Historiker an der Universität Basel und forscht zu den Beziehungen zwischen Ungarn und der Schweiz.

Moderation: Lukas Mäder