IKRK-Delegierte im Einsatz (Folge 4)

  • Freitag, 25. April 2014, 21:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 25. April 2014, 21:00 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 26. April 2014, 5:45 Uhr, SRF 1
    • Sonntag, 27. April 2014, 14:05 Uhr, SRF 1

Najmuddin, der Direktor des Orthopädie Zentrums in Kabul macht einen Ausflug zurück in seine Kindheit. Im Panjshirtal ist er aufgewachsen. Erinnerungen werden wach an die Zeit, in der er noch keine Prothesen tragen musste und jeden Hügel erklimmen und im Fluss schwimmen konnte.

IKRK-Präsident Peter Maurer hat einen gedrängten Tag. Im Hauptsitz in Genf ist alles bereit für den Besuch eines hohen Gastes aus der EU. Nach einer gemeinsamen Pressekonferenz eilt er in seine kleine Genfer Wohnung, die er während der Woche nutzt, wenn er nicht nach Bern zu seiner Familie pendeln kann. Maurer gewährt uns einen sehr persönlichen Einblick in sein Leben- ein Leben, in dem er humanitäre Missionen, das diplomatische Parkett und Privates unter einen Hut bringen muss.

Der Delegierte Abraham Doblado ist mit seinem Team wieder im Dschungel unterwegs. In der heutigen Folge steht eine ganz besondere Mission an: Ein Erste-Hilfe-Kurs für eine bewaffnete Gruppierung. Diese besteht aus jungen Männern, die schon viele Kollegen im bewaffneten Kampf verloren haben. Abraham erklärt ihnen die Arbeit des IKRK und will so auch erreichen, dass sein eigenes Team besser geschützt ist. Ein riskanter Einsatz.

Stéphanie Eller, die junge Delegierte aus Lausanne, begleitet für einmal ihre Berufskollegen in der Westbank. Diese dokumentieren den Fall eines jungen Palästinensers, der Vorwürfe gegen das israelische Militär erhebt. Er sei ohne Grund verletzt, unrechtmässig verhaftet und festgehalten worden, erzählt dieser.

In der Demokratischen Republik Kongo treffen wir Pflegefachfrau Brigitte Hopf. Sie hat das Inselspital Bern für ein halbes Jahr gegen das Kriegsspital N’Dosho eingetauscht. Hier wird sie schonungslos mit den Folgen des langjährigen Krieges konfrontiert. Sie kümmert sich um Patienten mit Schusswunden und anderen gravierenden Verletzungen und sie realisiert, dass Opfer und Täter häufig im selben Spitalzimmer liegen. Die Situation macht ihr zu schaffen.