Aberglaube in Afrika: «Wer erfolgreich ist, wird verhext»

Schwarze Magie und Okkultismus sind auf dem schwarzen Kontinent fest verankert. So glauben etwa viele Menschen, Albinos seien lebende Geister, deren Knochen Zauberkraft hätten. Woher kommt der Glaube an Geister und Hexen - und was sind die Konsequenzen?

Das mehrtägige senegalesische Heilritual Ndepp. Mit Hilfe eines Orakels werden die Geister befragt, um die Gründe einer Erkrankung herauszufinden.
Bildlegende: Das mehrtägige senegalesische Heilritual Ndepp. Mit Hilfe eines Orakels werden die Geister befragt, um die Gründe einer Erkrankung herauszufinden. Katja Müller

Im Gespräch in der Sendung «Zwischen den Schlagzeilen» sprechen wir mit David Signer, Ethnologe und Korrespondent für die Neue Zürcher Zeitung. Er lebt selber in Senegal.

Der Okkultismus habe in Afrika zuweilen auch negative Auswirkungen auf das Weiterkommen im Beruf, schildert Signer: «Es gibt Leute, die freiwillig auf eine Beförderung verzichten, weil diese nur mehr Neid und Missgunst mit sich bringen würde - und damit letztlich das Risiko, von anderen verhext zu werden».

Autor/in: Romana Costa, Redaktion: Roger Aebli