Bosnien und Herzegowina: Bald Stille im Äther?

Auch in Bosnien und Herzegowina überträgt das öffentlich-rechtliche Radio und Fernsehen die Fussball-Europameisterschaft. Doch wenn am 10. Juli das Finalspiel abgepfiffen wird, wird der Rundfunkanstalt womöglich bald der Stecker gezogen. Sie ist in der Krise und hat Schulden in Millionenhöhe.

Das Gebäude des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo, ein grauer Betonbau.
Bildlegende: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo. keystone

Der bosnische Rundfunk ist damit auch Sinnbild für den Zustand des Gesamtstaates: Gut zwanzig Jahre nach dem Dayton-Abkommen bleibt dieser schwach, das Sagen haben in Bosnien immer noch die einzelnen Volksgruppen.

Andrea Christen hat mit Südosteuropa-Mitarbeiter Walter Müller darüber gesprochen. Und der sagt: Selbst dass die Bosnier die EM-Spiele noch schauen können, sei nur der Kulanz des Gläubigers zu Verdanken.

Autor/in: Andrea Christen, Redaktion: Andrea Christen