Wiedergutmachungsgeste: Spanien und seine Sepharden

Vor 500 Jahren wurden Spaniens Juden vor die Wahl gestellt: den katholischen Glauben annehmen oder das Land verlassen. Etwa hunderttausend sogenannte sephardische Juden flohen nach Nordafrika, Italien oder Kleinasien.

Ansicht des reich verzierten Innenraums der Synagoge von Toledo
Bildlegende: Reiches jüdisches Erbe: Innenraum der Synagoge in Toledo Wikimedia

Nun will Spanien diese historische Schuld wiedergutmachen: die Nachfahren von vertriebenen Juden können seit kurzem den spanischen Pass beantragen.

Was steht in diesem Wiedergutmachungs-Gesetz, das am 1. Oktober in Kraft getreten ist? Wer sind die Nachfahren dieser Juden? Und: Warum interessieren sie sich für den spanischen Pass – haben sie nach 500 Jahren noch eine Beziehung zu Spanien?

Darüber haben wir mit Alexander Gschwind gesprochen, unserem ehemaligen Spanien- und Nordafrika-Korrespondenten.
 

Autor/in: Marlen Oehler, Redaktion: Marlen Oehler