«Likrat» bringt jüdische Jugendliche an Schulen

«Likrat» ist hebräisch und heisst «aufeinander zu». Der Name ist Programm: Jüdische Jugendliche gehen auf Schulklassen zu und beantworten alle Fragen zum Judentum. Oft können sie mit Vorurteilen aufräumen.

Ein glühender Fan des «Likrat»-Projektes ist der Zürcher Rabbiner Noam Hertig. Vor vielen Jahren ging er als Jugendlicher in Schweizer Schulen, um alle Fragen über Jüdinnen und Juden zu beantworten. Es ging um religiöse Themen, aber auch um antisemitische Stereotype. «Arbeitet dein Vater in einer Bank?», wurde Hertig etwa gefragt. Dann konterte er: «Nein, er schafft für Menschen mit Behinderung.» Auch heute noch gibt es «Likrat».
Raphael Rauch

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