Die Käserei in der Vehfreude

Medium: DVD
Dauer: 102 Min.
Original: Schweizerdeutsch/Deutsch
Untertitel: Untertitel Deutsch, Untertitel für Hörbehinderte
Produktion: 1958
Bildformat: 19:9
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Die Käserei in der Vehfreude

Vehfreude heisst ein eher verschlafenes Dorf im Emmental. Es hat die Konjunktur verpasst. In den Nachbarorten hat man Käsereien errichtet und verdient damit grosses Geld. Da reift auch bei den Männern in der Vehfreude ein Entschluss. Statt eines neuen Schulhauses baut man eine Käserei und setzt alles auf eine Karte. Auf Teufel komm raus liefern die Bauern Milch an, auch verdünnte und solche von kranken Kühen. Ehrbare Angebote von Käsehändlern werden ausgeschlagen, damit man mit dem "Käsekönig" von Langnau ins Geschäft kommen kann. Doch wie dieser schliesslich den Käse prüft, findet er ihn von zweifelhafter Qualität. Die Vehfreudiger bleiben darauf sitzen. Die Lehre ist hart, aber wirksam. Langsam kommt man im Dorf wieder zu vernünftigen An- und Einsichten. Und sogar die zarte Liebesgeschichte zwischen Felix (Franz Matter), dem Sohn des Gemeindeammanns (Heinrich Gretler), und dem Verdingkind Änneli (Annemarie Düringer) kommt zu einem guten Ende.

Im Breitwand-Format und in Schwarzweiss drehte Franz Schnyder 1958 seine Gotthelf-Verfilmung "Die Käserei in der Vehfreude". Der Film kostete die damals enorme Summe von einer Million Franken. Gedreht wurde in einer riesigen Halle in Burgdorf und in der Umgebung des Städtchens. Urchig ist die Romanvorlage des Pfarrers von Lützelfüh, unzimperlich die Manier, in der Schnyder sie umgestaltete. Da gibt es derbe Zugriffigkeit bei Männern und Frauen, wilde Wirtshaus-Raufereien und sogar ein Wagenrennen mit knallenden Peitschen.

Die Darsteller sind ebenso populär wie profiliert. Margrit Rainer und Ruedi Walter spielen mit, Emil Hegetschweiler, Heinrich Gretler, Max Haufler, Margrit Winter oder Annemarie Düringer. In einer kleinen Nebenrolle als Schüler taucht sogar schon Christian Kohlund auf (begleitet von seinem Vater in einem grösseren Part). Die Kritiker nahmen den Film sehr unterschiedlich auf, das Publikum aber strömte zu den Vorführungen. Drei von vier Schweizern sahen den Film - ein Ergebnis, das nicht einmal "Vom Winde verweht" erreichte.

Das eigenwillige ländliche Epos schaffte seinen Weg sogar in die deutschen Kinos. Dort lief der Film unter dem eher befremdlichen Titel "Wildwest im Emmental".

Bonus:
- Darsteller, Stab und technische Angaben
- Anmerkungen zum Film
- Standfotos
- Film über Franz Schnyder (94 Min.)
- Roman (847 Seiten) von Jeremias Gotthelf als PDF

Film aus dem Jahr 1958 / s/w / 16:9