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Allgemein Alpinismus – je schneller desto besser

Trailrunning geniesst derzeit einen gewaltigen Aufschwung. Das Laufen abseits herkömmlicher Strassen gilt längst nicht mehr als Nischensport. Bergsteiger Andreas Steindl definiert den Begriff neu. Gipfelstürmen in Laufschuhen? Das Risiko läuft mit.

Legende: Video In Laufschuhen auf die Viertausender abspielen. Laufzeit 6:11 Minuten.
Aus sportlounge vom 31.08.2015.
Legende: Video Andreas Steindl über das Bergsteigen in Turnschuhen abspielen. Laufzeit 0:29 Minuten.
Aus sportlounge vom 31.08.2015.

Es sind ganz neue Dimensionen. Was früher Waldlauf hiess und mit Joggen im Park in Verbindung gebracht wurde, heisst heute Trailrunning und verbindet Bergsteigen mit Schnelligkeit.

Was tausende Sportbegeisterte auf Wanderwege lockt, treibt Andreas Steindl zu Höchstleistungen an. Stellt seine extreme Einstellung eine Gefahr für übertüchtige Nachahmer dar? «Es ist schon ein heikles Thema», gesteht der Bergführer.

Eine logische Konsequenz

Dennoch rennt der 26-jährige Walliser mit leichten Laufschuhen und Jogging-Ausrüstung über Stock und Stein, Schnee und Eis. Sein Ziel: Fünf Viertausender in weniger als acht Stunden zu besteigen – ein neuer Rekord. Dass Schnelligkeit im Bergsteigen immer wichtiger wird, ist für Steindl eine logische Konsequenz.

Legende: Video Andreas Steindl über die Zukunft des Bergsteigens abspielen. Laufzeit 0:16 Minuten.
Aus sportlounge vom 31.08.2015.

Ein schmaler Grat

Vielleicht auch deshalb wächst die Trailrunning-Szene von Jahr zu Jahr. Die Zahl der Läufer an nationalen Events ist laut Ultra Trail in den letzten 8 Jahren auf über 5000 Teilnehmer geklettert. Diese sind allerdings klar von Steindl und seinem Rekordversuch zu unterscheiden, klettern die meisten Trailrunner für gewöhnlich nicht über Bergkuppen und stürmen Viertausender.

Die leichte Bekleidung ist laut Ueli Mosimann, Sicherheitsverantwortlicher des Schweizer Alpen Clubs, jedoch kein Grund zur Besorgnis: «Die Ausrüstung ist selten das Problem, viel eher passieren Unfälle aufgrund einer kleinen Unachtsamkeit.» Trotzdem, der Grat zwischen schnell und unachtsam ist schmal.

Sendebezug: SRF zwei, «sportlounge», 31.08.2015, 22:25 Uhr

4 Kommentare

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  • Kommentar von Sandro, Zürich
    Sorry aber dies hat nun rein gar nix mit Trailrunning zu tun!! Sehr schwache Leistung! Aber so was von daneben greifen... Sollte bei SRF eigentlich nich passieren. Bitte etwas mehr Professionalität! Danke
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  • Kommentar von René P. Moor, Burgistein
    Welch ein Trugschluss Steindls: «Wer schneller unterwegs ist, der sieht auch mehr.» Kommt es in den Bergen wirklich aufs Tempo an? Wer schnell unterwegs ist, verpasst so einiges.
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  • Kommentar von Roger Wicki, Winterthur
    Ganz gefährliches Halbwissen, bitte in Zukunft besser recherchieren. Die meisten Trailwettkämpfe ( Trail Marathons Ultrabergmarathons etc. ), finden auf normalem Bergwander-Terrain statt, ohne Seil und Steigeisen. Das was Andreas Steindl gemacht hat, ist sicher eine grosse Ausnahme, die vielleicht noch ein Kilian Jornet in Angriff nimmt, hierbei handelt es sich um Ausnahmeathleten, die auf dem Berg aufgewachsen sind. Die besagten 5000 Teilnehmer sind sicher nicht auf diesem Terrain unterwegs.
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