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Allgemein Ueli Maurer: «Die Schweiz ist nach wie vor eine Sportnation»

Bundespräsident und Sportminister Ueli Maurer hat sich in der «sportlounge» zum Nein der Bündner Stimmbevölkerung zu den Olympischen Spielen 2022 geäussert. Er betonte, dass die Absage an das Grossprojekt keine Absage an den Leistungssport sei.

Ueli Maurer zeigte sich am Tag nach der Abstimmungs-Niederlage in Graubünden über die Austragung der Olympischen Winterspiele 2022 als fairer Verlierer: «In der Politik ist es wie im Sport. Wer nicht am Start steht, kann nicht gewinnen», sagte der 62-jährige Zürcher Oberländer im Gespräch mit der «sportlounge». «Der Abstimmung sind im Bündnerland grosse und spannende Diskussionen vorausgegangen, zudem war die Stimmbeteiligung sehr hoch - der Entscheid der Bürgerinnen und Bürger ist also zu akzeptieren.»

«Grosse Chance verpasst»

Trotzdem sei die Enttäuschung natürlich riesig, so Maurer, denn die Befürworter um Gian Gilli hätten sich mit grossem Engagement für Olympia 2022 eingesetzt. Für den Vorschlag von Bastien Girod (Grüne/ZH), sich beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) für nachhaltigere und ökologischere Spiele einzusetzen, zeigte der Bundesrat jedoch kein Verständnis: «Man kann nicht als Lehrmeister auftreten, wenn man keine Verantwortung übernimmt. Wir haben die grosse Chance verpasst, mit unserer Kandidatur Einfluss zu nehmen.»

Maurer interpretiert das Nein an der Urne jedoch nicht als Absage an den Leistungssport: «Die Schweiz ist nach wie vor eine Sportnation, aber dieses Olympia-Projekt war jetzt wohl eine Nummer zu gross. Die Leute, die Nein stimmten, wollen trotzdem Erfolge im Sport, eine Medaille hier und eine Medaille dort.» Jetzt müsse man ein neues Projekt anpacken, so der SVP-Politiker. «Das Wichtigste jedoch ist, dass sich die Jugend bewegt und Sport treibt. Wir müssen mehr Events veranstalten, damit die Jungen - und auch die Alten natürlich - einfacher für den Sport begeistert werden können.»

Legende: Video Das gesamte Gespräch mit Ueli Maurer («sportlounge») abspielen. Laufzeit 15:13 Minuten.
Aus sportlounge vom 04.03.2013.

Zur Person

Zur Person

Ueli Maurer (62) ist seit dem 10. Dezember 2008 als Bundesrat für das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) verantwortlich und amtet in diesem Jahr als Bundespräsident. Der Zürcher Oberländer ist leidenschaftlicher Langläufer und Radfahrer sowie bekennender Fan von Ambri-Piotta.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Niklaus, Birchmeier
    Nach meiner Meinung sind wir keine Sportnation. Wir haben hie und da Grossveranstalteungen mit wenig Zuschauern durch. Die Sportverbände sollten jetzt einmal besser Zusammenarbeiten und vom Bund Geld für gerechte Sportstätten fordern. Aber, das Stimmvolk lässt solche Forderungen nicht gut. Also wir sind keine Sportnation. Noch etwas: Die sporthilfe hat keine 25000 zahlende Mitglieder. Und das soll eine Sportnation sein. Hier zeigt der Schweizer keine Solidarität.
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  • Kommentar von ali berber, krakow
    Warum fliessen solche Millionen nicht in die Tasche des HC Ambri das währe richtig super.
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  • Kommentar von Peter Steinmann, Zürich
    Wieso fliessen solche grossen Milliardenbeträge nicht in konkrete Projekte für die Förderung des Breitensports und nicht des korrupten und verseuchten Spitzensports? Der Staat soll für die Volksgesundheit und die Jugend sorgen und investieren, nicht für kurzlebige zweiwöchige Promi- und IOC-Parties ohne Nachhaltigkeit. Ja liebe Politiker, wenn es Euch wirklich um die Jugend und den Sport geht, dann soll das Geld trotzdem fliessen, auch ohne Olympia! Das wären "Pioniere"!
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