Die Eishockey-Königsklasse wird exklusiver

Die Champions Hockey League hat sich in ihren ersten drei Jahren weiterentwickelt, sagt ihr CEO Martin Baumann. Nun stehen grössere Veränderungen an.

Die Champions Hockey League ist nach der Lancierung 2014 inzwischen mitten in ihrer 3. Saison angelangt. Am Dienstag wurden die Sechzehntelfinals beendet, am 1./8. November steht die Runde der besten 16 Teams an.

Das «Projekt CHL» ist noch immer in der Entwicklungsphase. Doch es schreitet gemäss dem Schweizer CEO Martin Baumann erfreulich voran: «Die Liga hat vom 2. zum 3. Jahr einen rechten Schritt gemacht. Und wir werden einen noch viel grösseren Schritt vom 3. zum 4. Jahr machen.»

«  Das Ganze wird exklusiver und spezieller. »

Martin Baumann
CEO der Champions Hockey League

Die grössten Veränderungen werden struktureller Natur sein. So wird das Qualifikationsprozedere modifiziert und die Anzahl der teilnehmenden Klubs reduziert. Im Detail sieht das so aus:

  • Das Teilnehmerfeld wird von heute 48 Teams auf künftig 32 Mannschaften verkleinert
  • Auch jene Gründungsteams, die bis anhin einen fixen Startplatz garantiert hatten, müssen sich nun sportlich qualifizieren
  • Pro Land werden weniger Mannschaften teilnehmen. Das Schweizer Kontingent wird beispielsweise von 6 auf 4 Equipen reduziert
  • Je nach Klassierung im Nationenranking kann die NLA einen 5. Startplatz dazugewinnen

«Das Ganze wird exklusiver und spezieller», sagt Baumann zum Zweck der Veränderungen. Die CHL will also das «Jekami»-Flair ablegen, das ihr noch ein bisschen anhaftet. Gegen zusätzliche Teams aus der KHL hätte man indes bestimmt nichts einzuwenden. Denn die KHL ist noch immer die grosse europäische Abwesende.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 11.10.16, 18:45 Uhr