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Eishockey allgemein Schweizer U18-Nati scheitert dramatisch an Finnland

Das Schweizer Märchen an der U18-Heim-WM findet vorerst keine Fortsetzung. Nach dem sensationellen Sieg gegen Russland im Viertelfinal unterlag das Team von Manuele Celio in der Runde der letzten Vier Finnland mit 4:5 nach Verlängerung.

Legende: Video «Zusammenfassung Schweiz - Finnland» abspielen. Laufzeit 5:41 Minuten.
Aus sportaktuell vom 25.04.2015.

Alles wäre angerichtet gewesen für eine grosse Sause im Zuger Eisstadion. Mit 7015 Zuschauer war die Halle ausverkauft, was gleichzeitig eine Rekordkulisse für eine U18-WM-Partie auf europäischem Boden bedeutete.

Die Schweizer leisteten ihren Beitrag zur Party wie schon beim 5:0-Sensationssieg gegen Russland im Viertelfinal mit einer erneut starken Leistung. Zudem bewies das Team von Manuele Celio grosse Moral, als es in den letzten 2 Spielminuten noch einen Zwei-Tore-Rückstand aufholte. Als alles schon verloren schien, retteten Nico Hischier und Damien Riat die Schweizer noch in die Overtime. Beim 4:4-Ausgleich 39 Sekunden vor Schluss spielte die Schweiz gar ohne Torhüter.

Schweiz in der Verlängerung überlegen

In der Verlängerung waren es erneut die Schweizer, die dem Spiel den Stempel aufdrückten. Doch während das Heimteam beste Chancen und ein Powerplay ungenutzt liessen, gelang Aleksi Saarela mit dem ersten Torschuss in der 66. Minute der Siegtreffer.

Legende: Video «Manuele Celio: «Wer zurückkommt, steht am Ende meist oben»» abspielen. Laufzeit 1:18 Minuten.
Vom 25.04.2015.

«Es schmerzt extrem», sagte Coach Celio, «doch wir haben nun zwei Möglichkeiten. Entweder wir geben auf oder wir reagieren und kommen noch einmal zurück. Wer nicht leiden kann, hat im Sport nichts verloren.»

«Wir haben alles gegeben, aber es war nicht genug», bilanzierte Kristian Suleski . Doch auch der Bieler Nachwuchs-Verteidiger richtete den Blick bereits wieder nach vorne: «Jetzt wollen wir Bronze holen.»

Torfestival im 1. Drittel

Waren zuvor im 2. Drittel keine Tore gefallen, hatten sich die Ereignisse vorab im 1. Durchgang überschlagen. Nach nur gerade 75 Sekunden lenkte der Schweizer Torhüter Joren van Pottelberghe eine Hereingabe von Jesse Puljujarvi unglücklich ins eigene Tor ab. Die Schweizer liessen sich darob aber nicht aus der Ruhe bringen und wendeten die Partie bis zur 17. Minute dank Treffern von Damien Riat und Suleski.

Doch die Nordländer schafften noch vor der 1. Sirene den Ausgleich. Laine wurde im Slot sträflich alleine gelassen, was dieser prompt zum 2:2 nutzte. Laine war es auch, der Finnland in der 49. Minute scheinbar vorentscheidend mit 4:2 in Führung brachte, nachdem Saarela kurz nach der 2. Drittelspause zum 3:2 getroffen hatte.

Spiel um Bronze gegen Kanada

Im Spiel um Platz 3 trifft die Schweiz am Sonntag um 15:00 Uhr auf Kanada. Die «Ahornblätter» unterlagen in ihrem Halbfinal den Amerikanern gleich mit 2:7.

Legende: Video «Kristian Suleski: «Jetzt wollen wir Bronze holen»» abspielen. Laufzeit 1:13 Minuten.
Vom 25.04.2015.

Telegramm Schweiz - Finnland

Schweiz - Finnland 4:5 (2:2, 0:0, 2:2, 0:1) n.V.

Zug. 7015 Zuschauer (ausverkauft).

SR Iverson/Rohatsch (Ka/De), Korba/Piche (Slk/Ka).

Tore: 2. Puljujärvi (Valimäki) 0:1. 5. Riat (Siegenthaler, Impose) 1:1. 17. Suleski (Malgin) 2:1. 20. (19:04) Laine (Säärelä) 2:2. 43. Säärelä (Niemelä/Ausschluss Robin Fuchs) 2:3. 49. Laine (Puljujärvi) 2:4. 59. (58:04) Nico Hischier (Siegenthaler, Thürkauf) 3:4. 60. (59:19) Riat (Impose, Denis Malgin) 4:4 (ohne Torhüter). 66. (65:19) Säärelä (Julius Mattila) 4:5.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 5mal 2 Minuten gegen Finnland.

Schweiz: van Pottelberghe; Stadler, Siegenthaler; Pinana, Suleski; Bircher, Serge Weber; Impose, Denis Malgin, Riat; Holdener, Nico Hischier, Marchon; Volejnicek, Thürkauf, Forrer; Miranda, Robin Fuchs, Prassl.

Finnland: Vehvilainen; Leskinen, Saarijärvi; Niemelainen, Vainio; Jesper Mattila, Valimäki; Salo; Palmu, Tammelä, Nattinen; Säärelä, Puljujärvi, Laine; Björkqvist, Niemelä, Julius Mattila; Arttu Ruotsalainen, Tavernier, Piipponen.

Bemerkungen: Schweiz ohne Muff (Ersatztorhüter), Dominik Diem, Karrer (beide verletzt) und Guggisberg (überzählig).

Torschüsse: Schweiz 33 (10-11-11-1); Finnland 28 (9-10-8-1).

Powerplay-Ausbeute: Schweiz 0/4; Finnland 1/3.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 25.04.2015, 20:05 Uhr.

7 Kommentare

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  • Kommentar von skandal, spiel
    wäre ich manuele celio gewesen wäre ich spätestens nach dem 3:2 für die Finnen mit meiner Mannschaft in die Kabine gegangen wegen der Leistung der Referees. Strafen verteilen wie üben und drüben für sachen die nicht einmal bei den 6-jährigen gepfiffen werden und sowas nennen sich Profi Refs bzw. Linesmen (2 waren btw aus Kanada) Der Höhepunkt war beim 3:2 der Finnen im PP. Der eine Finne schlägt mit purer Absicht dem Schweizer den Stock aus der Hand, sodass der Stock in die TRIBÜNE fliegt.
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  • Kommentar von Daniel Inderbitzin, Alpthal
    schad
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  • Kommentar von Marcello, Wädenswil
    Wenn ich alle Spiele der CH analysiere, dann hat der vielgelobte Siegenthaler am meisten Gegentore auf dem Gewissen! Mit dieser Leistung wird er hoffentlich nicht gedraftet - wäre ein Hohn! Hat oft den Stil des Kürläufers Cunti übernommen, getraut sich an der blauen Linie nicht zu schiessen, schon gar keinen one-timer. Wird völlig überbewertet.
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    1. Antwort von Marcello, hat Recht
      Ich gebe dir zu 100% recht. Überschätzt! Und sein achso grosser und schwerer Körper setzt er auch nur selten bzw. doof ein. Und am Puck ist er ganz schwach, kaum ein Pass kommt an. Aber irgendwie glaube ich, dass er mit seiner Spielweise eben recht gut in die NHL passt, Köperspiel usw... und ich hoffe auch irgendwie dass ers schafft, solche Holzhacker will ich in der Schweiz nicht!
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    2. Antwort von Yannick, Biel
      Da spricht der wahre Eishockey-Kenner. Siegenthaler spielte die ganze Saison auf NLA-Niveau ohne Probleme mit. Der Junge ist noch nicht mal 18 und hat über 80 Spiele in den Knochen. Aber hautpsache er wird an ein paar zugegeben nicht so starken Spielen aufgehängt. Zum Glück sind nicht Sie für das Scouting verantwortlich.
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    3. Antwort von mark, us
      Hört doch auf Leute. Die Jungs sind 16 bis 18 Jahre alt. Das sind Junioren, die haben teilweise grosse Karrieren vor sich. Aber ist halt einfach, vom Sofa Zuhause grosse Töne spucken und Junioren schlecht darstellen. Es sind immerhin die weltweit besten Junioren des Jahrgangs da. Es ist Weltmeisterschaft. Die Jungs sammeln ihre ersten internationalen Erfahrungen. Nur aus Fehlern kann man lernen. Ich hoffe ihr lernt aus euren.. Die Jungs sind grossartig! Jetzt Bronze! Hopp Schwiiz!
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    4. Antwort von Jan, Hier
      Da kann ich nur den Kopf schütteln. Freut euch doch einfach ab der guten Leistung! Typisch Schweizer, wieder nur nörgeln...
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