Trainerlegende Tichonow verstorben

Die russische Eishockey-Trainerlegende Viktor Tichonow ist im Alter von 84 Jahren in Moskau gestorben. Das teilte der Verband am Montag mit. Tichonow galt als Symbol für eine goldene Ära des sowjetischen Eishockeys.

Viktor Tichonow.

Bildlegende: Tod einer Legende Eine Aufnahme von Viktor Tichonow aus dem Jahr 2011. Imago

Viktor Tichonow sei in der Nacht in einer Moskauer Klinik nach langer Krankheit gestorben, sagte am Montag der Generaldirektor von Tichonows Heimatklub ZSKA Moskau.

Medien aus der Heimat hatten zuletzt immer wieder über Klinikaufenthalte der russischen Trainer-Legende berichtet. So musste er Mitte Oktober wegen Problemen am Herz und an den Beinen behandelt werden. Die Trauerzeremonie soll am 27. November in der Halle des früheren Armeeklubs ZSKA stattfinden.

Zahlreiche Erfolge mit der «Sbornaja»

Unter der Führung des am 4. Juni 1930 in Moskau geborenen Tichonow wurde die russische Nationalmannschaft zwischen 1978 und 1992 achtmal Weltmeister und dreimal Olympiasieger. Mit ZSKA holte er 13 Meistertitel hintereinander (von 1978 bis 1989).

Mit dem Zerfall der Sowjetunion endete die grosse Epoche von Tichonow. Sein Trainingsstil ist von Spielern auch immer wieder als diktatorisch kritisiert worden.