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Eishockey allgemein U18-Nati verpasst Bronzemedaille

Die Schweizer U18-Nationalmannschaft hat an der Heim-WM in Zug die Medaillenränge verpasst. Das Team von Manuele Celio verlor den kleinen Final gegen Kanada trotz grossem Kämpferherz mit 2:5.

Legende: Video «Schweizer müssen Bronze-Traum begraben» abspielen. Laufzeit 4:29 Minuten.
Aus sportpanorama vom 26.04.2015.

Bei Spielhälfte war bei den Schweizer Nachwuchshoffnungen die Luft draussen. Die Aufholjagd vom 0:3 zum 2:3 hatte zu viel Kraft gekostet. Ein Doppelschlag der Kanadier innert 138 Sekunden zum 5:2-Endstand sorgte für die Vorentscheidung.

Moral bewiesen

Trotz des veritablen Fehlstarts und dem 0:3-Rückstand bis zur 12. Minute steckte das Team von Manuele Celio nicht auf. Dank Toren von Damien Riat und Marco Miranda brachte die Nachwuchs-Nati die Spannung zurück in die Partie. Und auch nach der neuerlichen Dreitore-Führung kämpfte die Schweiz bis zum Schluss weiter und verabschiedete sich trotz verpasster Medaille unter Applaus von der Heim-WM.

Fortschritte und Begeisterung

Anders als bei der 1:4-Niederlage in der Vorrunde gegen denselben Gegner nahmen die Schweizer weniger Strafen und kassierten deshalb keinen Treffer in Unterzahl. Auf der anderen Seite nutzten die Schweizer gleich ihr 1. Powerplay zum 1:3.

Nicht nur in dieser Hinsicht waren die Fortschritte bei den Schweizern während des Turniers augenfällig. Spieler wie Riat, Denis Malgin, Joren van Pottelberghe oder Auguste Impose sind ein Versprechen für die Zukunft und konnten auf der WM-Bühne wertvolle Erfahrungen sammeln. Eine zentrale Qualität der Mannschaft bestand zudem in ihrem Kampfgeist und dem Willen zum Sieg, was auch gegen Kanada zu lautstarker Unterstützung der knapp 5000 Zuschauer in der Bossard-Arena führte.

USA ist Weltmeister

Den WM-Titel sicherte sich die USA. Die Amerikaner rangen Finnland im Final mit 2:1 nach Verlängerung nieder. Den entscheidenden Treffer erzielte Colin White in der 13. Minute der Overtime.

Telegramm

Kanada - Schweiz 5:2 (3:2, 2:0, 0:0)
Zug. - 4718 Zuschauer. - SR Pesina/Pitoscia (Tsch/USA), Oliver/Sormunen (USA/Fi). - Tore: 8. Gawdin (Soy) 1:0. 10. Harkins (Benson) 2:0. 12. Sideroff (Capobianco, Knott) 3:0. 18. Riat (Pinana, Impose/Ausschluss Nicolas Roy) 3:1. 19. Miranda (Pinana, Prassl) 3:2. 37. Howden (Nicolas Roy) 4:2. 39. Gawdin (Spencer, Chabot) 5:2. - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Kanada, 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Schweiz: van Pottelberghe; Stadler, Siegenthaler; Pinana, Suleski; Bircher, Weber; Impose, Malgin, Riat; Holdener, Hischier, Marchon; Forrer, Thürkauf, Volejnicek; Fuchs, Prassl, Miranda.

Sendebezug: Radio SRF 3, Abendbulletin, 26.4.2015, 17:50 Uhr

6 Kommentare

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  • Kommentar von jean passant, thun
    Leider insgesamt eine sehr schwache Leistung des Teams. Die Vorrunde war lausig, die Quali kam nur wegen eines Murkssieges gegen Lettland zu Stande. Dann ein Top Resultat gegen allerdings wenig motivierte Russen und anschliessend wieder 2 Niederlagen. Mit 2 Siegen und 5 Niederlagen sieht die Gesamtabrechnung sehr ernüchternd aus. Da ist nicht so viel Potenzial wie behauptet wurde und diese Kidz haben einen ganz langen Weg vor sich, um sich schon nur in der Schweiz etablieren zu können.
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    1. Antwort von Michael L, Thun
      Sie mal an: Haben Sie als "Dauernörgler" und "Berufspessimist" die Sportart gewechselt? Müssen wir den wirklich ihre Kommentare ausser im Tennis auch noch im Eishockey ertragen...???
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    2. Antwort von jean passant, thun
      Die Spiele waren nicht alle wirklich schwach aber die Ausbeute an der Heim WM hätte viel besser sein können. Es waren zu viele Dinge, die nicht zusammenpassten. Das ist nicht blosse Nörgelerei. Die Boys haben eine ganz grosse Gelegenheit verpasst sich wirklich für die Zukunft eine Basis zu schaffen. Der 4. Rang täuscht doch erheblich über das Gezeigte hinweg.
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    3. Antwort von mark, us
      Ist das Ihr Ernst, Jean? Wie muss ich mir Sie vorstellen? Ein Topathlet, der sowohl als Tennisspieler, als auch in Hockeyausrüstung brilliert. Einer, der es ganz weit gebracht hat, und aufgrund der eigenen grossartigen Karriere das Gefühl hat, über junge kids zu nörgeln. Falls dem nicht so ist, dann behalten Sie doch Ihre Negativität für sich. Das interessiert niemanden. Die Schweiz wurde 4. und die Jungs haben wichtige Erfahrungen gesammelt. Das zählt!
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    4. Antwort von Nick Huber, Oetwil am See
      Von Jean Passant bin ich sonst kein Fan, hier muss ich ihm aber teilweise Recht geben. Die Rangierung täuscht wirklich über die Qualität hinweg, nur 2 Siegen aus 7 Spielen sind eigentlich eines Halbfinalisten nicht würdig. Dennoch haben wir einige hoffnungsvolle Talente in unseren Reihen, denen ich viel Erfolg wünsche und die ihren Weg sicher gehen. Und zu guter letzt muss ich auch alle Anhänger loben: Wie sie die Hallen füllten, die Junioren anfeuerten und sie feierten, das war Spitzenklasse!
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    5. Antwort von O. W., Bern
      Muss Ihnen Recht geben, Herr Passant. Aufgrund des Turniermodus reichten 2 Siege um Vierter zu werden, doch objektiv betrachtet ist eine Siegesbilanz von 28.5% tatsächlich nicht gut. Denke aber auch, dass die Spieler wie Malgin oder Siegenthaler teilweise etwas ausgebrannt waren aufgrund der vielen Ligaeinsätze in der NLA. Das junge Alter (teilweise Jahrgang 1999 wie Nico Hischier) kann nicht als Ausrede gelten. Höchstens die Nervosität vor eigenem Publikum. Trotzdem: 4. Rang --> Super!
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