U20-Nati: Grösser, stärker und erfahrener

Die Schweizer U20-Nati will an der WM in Helsinki wieder in den Viertelfinal. Dies hatte sie vor einem Jahr verpasst.

Die Schweizer U20-Nati am letztjährigen WM-Turnier.

Bildlegende: Verschworene Einheit Die Schweizer U20-Nati am letztjährigen WM-Turnier. EQ Images

Die WM im Vorjahr in Kanada endete für die Schweiz mit dem enttäuschenden 9. Platz. Die Viertelfinals wurden verpasst, weil die Schützlinge von John Fust das entscheidende Gruppenspiel gegen Dänemark mit 3:4 im Penaltyschiessen verloren.

Auch heuer in Helsinki spielt die Schweiz in der gleichen Gruppe wie die Dänen. Und erneut dürfte dieser Affiche entscheidende Bedeutung zukommen: Der Sieger wird aller Voraussicht nach die K.o.-Phase erreichen. Die restlichen Vorrunden-Kontrahenten sind mit Titelverteidiger Kanada, den USA und Schweden hochkarätig.

Ohne Fiala, aber mit viel Klasse

Vieles spricht dafür, dass die Schweizer die Viertelfinal-Quali schaffen können. Nicht weniger als 10 Spieler waren schon bei der letzten WM dabei. Fehlen wird hingegen Kevin Fiala, der sich auf seine Karriere in Nordamerika konzentrieren will. Der Verband schreibt dazu in einer Medienmitteilung vielsagend: «Swiss Ice Hockey nimmt diesen Entscheid zur Kenntnis – ist jedoch nicht erfreut.»

Aber auch ohne Fiala können Fust und Co. der WM optimistisch entgegenblicken:

  • Auguste Impose, Dario Meyer, Calvin Thürkauf und Timo Meier spielen in den nordamerikanischen Junioren-Ligen. Dieses offensive Quartett bringt nicht nur Erfahrung, sondern auch Klasse mit.
  • Zahlreiche Spieler werden regelmässig in der NLA eingesetzt. Die Bekanntesten sind die ZSC-Akteure Jonas Siegenthaler, Roger Karrer, Denis Malgin und Shootingstar Pius Suter (10 Saisontore) sowie Noah Rod von Servette.
  • Die Equipe verfügt über ein gesundes Selbstvertrauen. «Wir können jedes Team schlagen», sagt Meier, der im NHL-Draft im Juni an Nummer 9 gezogen worden ist.
  • Auch die Testspiele stimmen positiv: Die Partien gegen Finnland (4:3) und die Slowakei (4:2) wurden beide gewonnen.

Das WM-Abenteuer beginnt für die Schweiz am Samstag gegen Schweden. «Wir haben eine gute Mannschaft mit einer Krieger-Mentalität. Wir sind in einem besseren Alter, sind grösser und stärker», schaut Trainer Fust dem Turnier zuversichtlich entgegen.

Die Schweizer Vorrunden-Spiele

26. Dezember, 15 Uhr: Schweiz - Schweden
27. Dezember, 19 Uhr: Schweiz - Dänemark
29. Dezember, 19 Uhr: Schweiz - Kanada
30. Dezember, 19 Uhr: Schweiz - USA

Sendebezug: Laufende Eishockey-Berichterstattung

TV-Hinweis

SRF zwei zeigt jeweils eine Zusammenfassung der Schweizer Spiele. Die Partien mit Schweizer Beteiligung ab Halbfinal übertragen wir im Livestream auf www.srf.ch/sport.