Zu viele Verletzte: Soll Doppelrunde abgeschafft werden?

Am Wochenende wird die letzte Doppelrunde der NLA-Saison 2012/13 gespielt. Wenn es nach der medizinischen Kommission des Eishockey-Verbands ginge, könnte es gar die letzte überhaupt gewesen sein. Für den Spielplangestalter und die Klubs kommt ein Verzicht jedoch nicht in Frage.

David Jobin hält sich sein linkes Knie.

Bildlegende: Belastung Eishockey-Doppelrunden fordern zu oft Opfer. EQ Images

Mehr als 2000 Kilometer. So viel nehmen die 12 Cars der Schweizer Hockey-Teams an diesem Wochenende zusammen unter die Räder. Den weitesten Weg haben die Rapperswil-Jona Lakes vor sich. Nach ihrem Auswärtsspiel am Freitag in Genf, treffen sie keine 24 Stunden und 320 Reisekilometer später im eigenen Stadion auf den HC Lugano.

28 Stunden Regeneration nicht möglich

Der medizinischen Kommission des Schweizer Eishockeyverbandes passt dies nicht, denn im Schnitt bräuchten die Spieler 28 Stunden Regeneration zwischen zwei Einsätzen. Ist dies nicht möglich, steige die Verletzungsgefahr: «Von den Kollegen höre ich immer, dass es am zweiten Spieltag einer Doppelrunde mehr Verletzungen gibt», sagt Jean-Claude Küttel, der Arzt des Schweizer Hockey-Nationalteams.

Küttel und seine Kommission schlagen deshalb vor, die Doppelrunden an zwei aufeinander folgenden Tagen abzuschaffen.

Klubs wollen Doppelrunden

Nicht umsetzbar ist dieser Vorschlag für den Spielplangestalter Willy Vögtlin: «Die Zuschauerzahlen sprechen für Doppelrunden.» Denn den grössten Publikumsaufmarsch und damit die grössten Einnahmen gibt es jeweils am Freitag und Samtag. Und diese «Prime Time» wollen sich die Klubs nicht nehmen lassen.

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