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Vorschau Lugano - ZSC Wer nutzt das emotionale Hoch besser?

Lugano und die ZSC Lions kämpfen ab Donnerstag im Playoff-Final um den Titel. Der Fakten-Check vor dem Titel-Duell.

Luganos Thomas Wellinger im Zweikampf gegen Roman Wick von den ZSC Lions.
Legende: Spannendes Duell Wer behält im Final zwischen Lugano und den ZSC Lions das bessere Ende für sich? Keystone

Was spricht für wen?

Für Lugano:

  • Die gewichtigen Ausfälle der Leistungsträger Alessandro Chiesa, Damien Brunner und Dario Bürgler machten die Luganesi in den Playoffs mit Team-Spirit, Leidenschaft und Kampf wett. Die wundersame Wende im Halbfinal gegen Biel schweisste die Spieler noch enger zusammen. Mit viel Emotionen, grosser Effizienz, einem starken Elvis Merzlikins im Tor und einem guten Powerplay kaufte Lugano dem spielerisch lange besseren Biel den Schneid ab. Dieses «neue» Lugano – ohne Diven und Schönwetterspieler – scheint bereit für den 1. Titel seit 2006.

Für die ZSC Lions:

  • Nach verkorkster Qualifikation mit wenig Kredit in die entscheidende Phase gestartet, lieferten die Lions gegen Zug und Bern im richtigen Moment die besten Leistungen ab. Die Lions überzeugten plötzlich auch kämpferisch, zudem lief Goalie Lukas Flüeler zu grosser Form auf. Nach dem dramatischen Sieg in Spiel 6 im Halbfinal gegen den SCB befindet sich der ZSC im emotionalen Hoch. Ähnlich verhielt es sich 2012: Von Platz 7 in die Playoffs gestartet, spielten sich die Lions in einen Rausch und wurden schliesslich Meister.

Gut zu wissen:

  • Lugano gegen die ZSC Lions ist ein Playoff-Klassiker. Siebenmal standen sich die Teams in der heissen Meisterschaftsphase schon gegenüber. 2000 und 2001 kam es zu Final-Duellen. Beide Male behielten die Zürcher das bessere Ende für sich. Die letzten drei Aufeinandertreffen in den Playoffs konnte jedoch Lugano für sich entscheiden (2003, 2004, 2017).
  • 17 Jahre ist es her, seit sich die Luganesi und die Lions letztmals in einem Playoff-Final begegneten. Drei Spieler von damals sind ab Donnerstag auch in der neuesten Auflage wieder dabei. Bei den Tessinern sind dies Raffaele Sannitz und Julien Vauclair, beim ZSC Mathias Seger.
  • Offensiv ist die Ausbeute von Lugano in den Playoffs bisher klar besser als diejenige der ZSC Lions. Die Tessiner schossen gegen Freiburg und Biel 47 Treffer in 11 Spielen, die Zürcher in gleich vielen Partien deren 35. Die Lions mussten derweil mit 27 Gegentreffern deren 2 weniger hinnehmen als die Tessiner.

Lugano - ZSC Lions: Die Playoff-Statistiken

LUGANO
ZSC LIONS
Topskorer
Maxim Lapierre 16 (7 Tore)
Fredrik Pettersson 14 (7 Tore)
Fangquote Torhüter
Elvis Merzlikins 92,11 %
Lukas Flüeler 92,93 %
Meiste Strafminuten
Julian Walker 36'
Reto Schäppi 28'
Quote Powerplay
30,43 %
21,21 %
Quote Boxplay
78,43 %
86,54 %

Direktduelle 2017/18: 6:6 Punkte

  • 15.09.2017 Lugano - ZSC Lions 6:1
  • 19.10.2017 ZSC Lions - Lugano 4:1
  • 02.01.2018 ZSC Lions - Lugano 6:1
  • 28.02.2018 Lugano - ZSC Lions 3:1

Bisherige Playoff-Duelle: 4:3 Siege für die ZSC Lions

  • 1992: Lugano - ZSC Lions 1:3 (Viertelfinal)
  • 2000: Lugano - ZSC Lions 2:4 (Final)
  • 2001: Lugano - ZSC Lions 3:4 (Final)
  • 2002: Lugano - ZSC Lions 3:4 (Halbfinal)
  • 2003: ZSC Lions - Lugano 1:4 (Halbfinal)
  • 2004: Lugano - ZSC Lions 4:3 (Halbfinal)
  • 2017: ZSC Lions - Lugano 2:4 (Viertelfinal)

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 07.04.18, 20:10 Uhr

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