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Nationalmannschaft Bittere Penalty-Pleite für die Nati

Nach einem wilden Auf und Ab unterliegt die Schweizer Eishockey-Nati Co-Gastgeber Frankreich mit 3:4 n.P.

Legende: Video «Zusammenfassung Schweiz - Frankreich» abspielen. Laufzeit 3:12 Minuten.
Vom 09.05.2017.
  • Blitz-Wende: Vincent Praplan trifft nach frühem Rückstand doppelt innert zweieinhalb Minuten
  • Hartnäckig: Die Franzosen kämpfen sich zurück und in die Overtime
  • Die Entscheidung: Im Penaltyschiessen trifft Stéphane Da Costa für die «Tricolore»
  • Nächster Gegner ist am Mittwochnachmittag Weissrussland (16:00 Uhr SRF zwei)

Stéphane Da Costa hiess der beste Spieler der Franzosen. Im Penaltyschiessen blieb der KHL-Legionär als einziger Schütze erfolgreich und bescherte seinem Team vor Heimpublikum den Extrapunkt. Es war sein zweiter Treffer des Abends; ein Abend, der aus Schweizer Sicht durchaus auch positiver hätte ausgehen können. Doch der Reihe nach.

Fahrlässig in Überzahl

Um sein Sorgenkind «Powerplay» in den Griff zu bekommen, hatte Coach Patrick Fischer vor der Partie eine 3. Powerplay-Linie zusammengestellt. So wollte er Druck auf die restlichen «Power-Spieler» ausüben.

Legende: Video «Stockbruch und Eigentor: Löffels miserable Minute» abspielen. Laufzeit 0:36 Minuten.
Vom 09.05.2017.

Und was geschah? In der ersten Überzahlsituation nach nur 67 (!) Sekunden brach Romain Loeffel an der offensiven blauen Linie der Stock. Die Franzosen starteten gegen den wehrlosen Loeffel zu zweit einen Konter. Yohann Auvitus Abschluss wurde von Leonardo Genoni zwar pariert, doch der Abpraller sprang Loeffel unglücklich an den Schlittschuh und von da ins Tor.

Am Ende sollte der Schweiz in insgesamt sechs Powerplays kein Treffer gelingen.

Routinier und Youngster richten es – scheinbar ...

Zu Beginn des 2. Drittels konnte die Nati in Person von Vincent Praplan reagieren: Der 22-Jährige traf gleich zweimal innert nur gerade 2:26 (!) Minuten und drehte damit die Partie.

  • 22. Minute: Erst provoziert Praplan einen Puckverlust bei den Franzosen, anschliessend hämmert er die Scheibe auf Zuspiel von Denis Hollenstein unter die Latte.
  • 24. Minute: Nach einer Traum-Kombination über Gaetan Haas und Hollenstein schliesst erneut Praplan erfolgreich ab.

Als dann Andres Ambühl sechs Minuten vor Schluss alleine auf Cristobal Huet losziehen und routiniert abschliessen konnte, schien der 3:2-Sieg gebucht. Stéphane Da Costa hatte zwischenzeitlich ausgeglichen.

Doch es kam anders: Nach einem Bullygewinn der «Tricolore» traf Anthony Rech in der 56. Minute aus der Drehung ins Kreuz und rettete seine Farben in die Overtime und am Ende ins Penaltyschiessen.

Trotz der Niederlage springt die Schweiz dank dem einen Punktgewinn auf Platz 2 in der Gruppe B. Frankreich ist neu auf dem 4. Rang klassiert.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 09.05.17, 20:10 Uhr

8 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Zurbuchen (drpesche)
    Unverständlich diese ewige Schwarzmalerei aller Kommentierenden. Frankreich hat Finnland 5 : 1 geschlagen, die USA gegen Deutschland 1 : 2 verloren und die Resultate der Slowakei, die in den letzten Jahren etwa auf der Stufe der Schweiz anzusiedeln war: 3:2 n.V. gegen Italien, 1:3 gegen Lettland, 3:4 n.P. gegen Dänemark... Sieht also ganz danach aus, als wären (fast) alle Mannschaften näher zusammen gerückt...
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  • Kommentar von Heiner Zumbrunn (Heiner Zumbrunn)
    Beim Resultat war auch Pech dabei, der Stockbruch, das etwas unglückliche 2:2 nach einer erstaunlichen Körpercharge gegen einen Schweizer Spieler. ABER: Im 5 gegen 5 Spielkern waren wir spielbestimmend sagte Herr Fischer. Das sehe ich auch so. Aber oft war da noch ein Pässchen und dort noch ein Pässchen zuviel, dann waren französische Schaufeln da, es ging blitzschnell vors Schweizer Tor. Der sogenannte 4. Block machte es vor: Die spielten Eishockey wie es die Junioren lernen. Und es klappte.
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  • Kommentar von Master Royale (maro)
    Sehen wir es mal positiv. Die Schweiz wird dank diesem Punkt gegen FRA wohl nicht um den Abstieg spielen müssen. Ist doch etwas, oder? Ih denke das Schweizer Eishockey wird seit Jahren überschätzt und die einst gewonnene Silbermedaille trägt leider zu dieser maßlosen Selbstüberschätzung bei. Dabei FRA, LET, NOR, DAN, GER und dergleichen haben einfach aufgeholt und zum Teil überholt. Man merkt auch im Eihockey, dass es uns Schweizer eigentlich fast zu gut geht. Kampfgeist ade...
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    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Ostern sind vorbei und damit auch die Zeit des Ei-Hockeys...
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