Brunner: «Wichtig ist, dass wir ruhig ins Turnier starten»

Das Schweizer WM-Team nimmt Konturen an. Das zeigt sich auch mit der Ankunft der NHL-Spieler Damien Brunner und Roman Josi. Die beiden sind sich der hohen Erwartungen bewusst, nehmen diese aber gerne an. Noch bleiben bis zum Turnierstart am 9. Mai in Minsk zwei Wochen für den Feinschliff.

Das frühe Olympia-Aus im Achtelfinal ist für Damien Brunner kein Thema mehr. «Es mag in den Medien zu Tode diskutiert worden sein. Für mich aber war Sotschi schnell abgehakt.»

Lieber erinnert er sich an die WM 2013, die den Schweizer Eishockeyanern sensationell die Silbermedaille beschert hat. Auch NHL-Kollege Roman Josi, der dabei zum MVP gewählt worden war, findet: «Einen solchen Erfolg vergisst man das ganze Leben lang nicht mehr.»

Keine Angst vor dem Druck

«Was letztes Jahr passiert ist, ist wunderschön für das Schweizer Eishockey. Wir haben viele Fans gewonnen, die Euphorie im Land war riesig», sagt Brunner. Entsprechend sieht sich das Team nun mit hohen Erwartungshaltungen konfrontiert. Zusätzlich belastend ist das für den 28-Jährigen nicht. «Wir werden das Bestmögliche herausholen. Wichtig ist, dass wir ruhig ins Turnier starten», blickt Brunner auf den Auftakt am 9. Mai voraus.

Für Josi ist der Druck vor seiner 5. WM ebenfalls nicht grösser. «Man muss auch realistisch sein. Denn es braucht extrem viel, um diesen Exploit wiederholen zu können. Aber wir wissen, was wir können und wollen den Beweis liefern, dass wir wieder einen Schritt weitergekommen sind», sagt der Nashville-Verteidiger.

Eine Bewährungschance für Mayer

Anders präsentiert sich die Ausgangslage für Robert Mayer. Der 24-jährige AHL-Torhüter, der seit 2009 in Hamilton (Ontario) unter Vertrag steht, erhielt sein erstes Aufgebot für die A-Nationalmannschaft. Er spielte schon für die U18- und U20-Landeswahl, freut sich nun riesig über diese Entwicklung und staunt auch: «Hier läuft alles viel professioneller ab, und ich bin von unglaublichen Typen umgeben.»

In den zwei Vorbereitungspartien in Neuenburg und Basel dürfte Mayer eine Chance erhalten und möchte sich dabei fürs Turnier in Minsk aufdrängen. «Denn die WM ist im Hinterkopf seit ich ins Flugzeug gestiegen bin», sagt er. Speziell könnte sein Debüt auch deswegen werden, weil er auf Tschechien träfe, sein Geburtsland.

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Robert Mayer vor Nati-Debüt

1:48 min, aus sportaktuell vom 24.4.2014

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