Unerfahrene Nati mit Startsieg

Die Schweizer Nationalmannschaft bezwingt Gastgeber Deutschland am Deutschland Cup in Augsburg mit 3:2. Das Team von Interims-Coach Fust überzeugte mit einer starken Defensivleistung und gutem Powerplay.

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Zusammenfassung Deutschland-Schweiz

4:49 min, aus sportaktuell vom 6.11.2015

Nach 15 gespielten Minuten sah es düster aus für die junge und unerfahrene Truppe von Interims-Coach John Fust. Captain Reto Suri musste nach einem hohen Stock mit Verletzungsfolge mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe vom Eis. Es war dies bereits die vierte Strafe der Schweizer und die zweite von Suri. Der Zuger hatte schon nach 17 Sekunden in der Kühlbox Platz nehmen müssen.

Die Deutschen hielten den Druck gegen undisziplinierte Schweizer weiter hoch und kamen nach 18 Minuten zum verdienten Führungstreffer durch Philip Gogulla. Damit endete ein hektisches Startdrittel, in welchem das Fust-Team aber mit starker Defensivarbeit überzeugte.

Wende im zweiten Drittel

Der zweite Durchgang begann wie der erste - mit frühen Strafen. Allerdings traf es nun die Deutschen. Kurz nach Ablauf der zweiten Strafe gegen den Gastgeber nutzte Simon Moser eine Vorlage von Julian Walker zum 1:1-Ausgleich (25.). Fünf Zeigerumdrehungen später lag die Nati gar verdient in Front.

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Fust: «Ein komisches Spiel»

1:08 min, aus sportaktuell vom 6.11.2015

In Überzahl schoss Grégory Hofmann nach Pass von Nati-Debütant Vincent Praplan zum nun verdienten 2:1 ein. Die Nati war nun aktiver, reaktionsschneller und kreativer. Hofmann hatte wenig später gar die Möglichkeit zum 3:1. Doch der Luganesi scheiterte per Penalty am starken deutschen Goalie Dennis Endras.

Chaotisches Schlussdrittel

Den dritten Abschnitt begannen beide Mannschaften verhalten. Die Deutschen konnten aber den Weg zurück in die Partie finden und steigerten sich stetig. Der Ausgleich war die logische Folge. Daryl Boyle traf nach 49 Minuten per Weitschuss zum 2:2.

Die junge Schweizer Equipe liess sich aber nicht aus der Ruhe bringen und konnte nur 3 Minuten später in Überzahl das Siegestor erzielen. Lino Martschini war nach einem Abschluss von Lukas Frick und einem Abpraller von Endras zur Stelle. «Das war ein komisches Spiel», lachte Fust nach der Partie. Er sei aber stolz auf seine jungen Spieler.

Sendebezug: srf.ch/sport, Web-Only-Livestream, 06.11.2015 19:25 Uhr