Zum Inhalt springen

Nationalmannschaft Viel Schatten, ein wenig Licht bei der Eishockey-Nati

Bei der Generalprobe für die Weltmeisterschaft in Minsk (9. bis 25. Mai) ist die Schweizer Nati Kanada mit 0:4 unterlegen. Sean Simpsons Team zeigte sich drei Tage vor dem WM-Auftakt noch weit weg von der Form des Vorjahres. Zu den auffälligsten Akteuren gehörte wieder der junge Kevin Fiala.

Legende: Video Zusammenfassung Schweiz - Kanada abspielen. Laufzeit 4:10 Minuten.
Aus sportaktuell vom 06.05.2014.

Kanada, der Olympiasieger von Sotschi, lief bei der Generalprobe für die WM in Minsk in von Grund auf veränderter Formation auf. Kein einziger Olympionike wird die «Ahornblätter» in Weissrussland vertreten, nur 4 Spieler mit WM-Erfahrung sind im Kader.

Dafür schickte Kanadas Headcoach Dave Tippet eine junge, hungrige Truppe auf das Eis im Hallenstadion - die den Schweizern ordentlich einheizte: Gleich mit 3:0 setzten sich die Kanadier bis zur 21. Minute ab, kurz vor Schluss traf der herausragende NHL-Rookie Nathan MacKinnon zum Endstand.

Schweiz stabilisiert sich im Mitteldrittel

Ab dem Mitteldrittel, das mit dem 0:3 in doppelter Unterzahl denkbar schlecht begann, gestaltete sich die Partie ausgeglichener. Der 17-jährige Kevin Fiala, der erst kurzfristig für den verletzten Simon Bodenmann zurück ins Team berufen worden war, bewarb sich zum Ende des Drittels mit zwei starken Aktionen (35. und 37.) um Eiszeit in Minsk.

Legende: Video Interview mit Roman Josi abspielen. Laufzeit 1:08 Minuten.
Vom 06.05.2014.

Josi: «Wir können aus den Fehlern lernen»

Vom energetischen und fokussierten Hockey der WM in Schweden und Finnland war die Schweizer Nati aber über die volle Spielzeit weit weg. Die jungen NHL-Cracks wie Ryan Ellis (Treffer zum 2:0, 6.) und Nathan MacKinnon (starke Vorlage zum 3:0, 21./ Tor zum 4:0, 58.) dominierten das defensiv zu wenig präsente und offensiv zurückhaltende Schweizer Team über weite Strecken.

«Wir fanden nach den beiden Gegentreffern keinen Weg, ein Tor zu erzielen», konstatierte Roman Josi nach dem Spiel. Man habe zu wenig einfach gespielt, fuhr der Verteidiger der Nashville Predators fort, «und auch in der Verteidigungsarbeit haben wir uns gegenseitig zu wenig geholfen.» Immerhin konnte Josi der Niederlage auch etwas Positives abgewinnen: «Wir können aus den Fehlern lernen.»

Durchwachsene Bilanz der WM-Vorbereitung

Im Tor stand erstmalig NHL-Söldner Reto Berra, der erst am Montag zum Team gestossen war. Auch der am Wochenende aus Nordamerika eingetroffenen Simon Moser, welcher beim 0:2 unglücklich aussah, kam zum Einsatz. Sven Bärtschi, der erst wenige Stunden vor Spielbeginn in Zürich eintraf, fliegt ohne Länderspiel-Einsatz nach Minsk.

Am Freitag startet die Schweiz gegen Russland - eine klare Leistungssteigerung wird nach der harzigen Vorbereitung mit 5 Niederlagen aus 8 Spielen nötig sein.

10 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Walter Haller, Reinach
    Man ahnt nichts Gutes für Minsk und wird an die Zeit erinnert als die Schweiz in den Auf- und Abstieg der A- oder B-Gruppe verwickelt war. Da verliert der letztjährige WM-Finalist gegen zweitklassige Gegner wie Deutschland. Aufgrund dieser Tatsache müssen nun endgültig alle Alarmglocken läuten. Wenn nicht jeder einzelne dieser Gruppe ein Scheit drauflegen kann, sieht es düster aus in den nächsten zwei Wochen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Simon Kaiser, Bern
    Das war mal wieder gar nichts. Es kann doch nicht sein, dass ein 17-jähriger für alle gefährlichen offensiven Aktionen verantwortlich ist. Defensiv ist man wie meistens zu weich und lässt die Gegner zu sehr gewähren. Könnte eine unschöne WM werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Heinz Hugentobler, Ins
    Vorbereitungsspiele sind das eine, wenn es ernst gilt, also die WM, das andere. Gewinnen sie die Vorbereitungsspiele schwebt jedermann auf Wolke sieben. Dann im Ernstfall die Ernüchterung. Alles auch schon erlebt. Also, bleibt die Hoffnung, dass es nun aufwärts geht. Vorbereitung Flop, WM Top. Die Mannschaft hat Niveau, nun gilt es die angestrebten Ziele erfolgreich umzusetzen. Viel Glück!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen