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Nationalmannschaft «Wir Schweizer sind zu wenig entschlossen»

Er strebt ein Power-Hockey an, ein Offensivspektakel mit vielen Toren. Nati-Coach Patrick Fischer steht in dieser Hinsicht noch viel Arbeit bevor. Im «sportlounge»-Gespräch äusserte sich der 40-Jährige über die offensive Schwäche seines Teams.

Legende: Video Klare Worte: Patrick Fischer über die Offensiv-Problematik abspielen. Laufzeit 3:03 Minuten.
Vom 26.04.2016.

10 Länderspiele hat die Schweizer Nationalmannschaft seit dem Amtsantritt von Coach Patrick Fischer bestritten und im Schnitt 2 Treffer pro Partie erzielt. «Wir schiessen eindeutig viel zu wenig Tore», weiss Fischer um die offensive Problematik.

Fischer ortet die Probleme in 4 zentralen Punkten:

  • Fehlende Entschlossenheit
Es ist ein altes Problem. Wir Schweizer sind zu wenig entschlossen und übernehmen zu wenig Verantwortung.
  • Fehlende Intensität

Wir Schweizer sind so aufgewachsen. Lieber noch einen Pass mehr spielen. Und wenn schiessen, dann Hauptsache geschossen. Die letzte Intensität hat schon immer gefehlt.
  • Präsenz vor dem gegnerischen Tor

Wir müssen vor dem gegnerischen Tor präsenter sein. Wir schiessen zu wenig ‹dreckige› Tore.
  • Überzahl

Das Hauptproblem ist das Powerplay. Das schauen wir aber bewusst erst jetzt, wo langsam aber sicher alle Spieler dabei sind, genauer an.

5 ehemalige Stürmer für die Offensive

Trotz aller offensiven Problemen sieht Fischer keinen Grund zur Panik. Zumal mit ihm und seinen Assistenten Felix Hollenstein und Reto Von Arx 3 ehemalige Stürmer an der Bande stehen. «Mit dem Videocoach und dem Scout sind es sogar 5», so Fischer. «Wir sollten unsere Offensive deshalb schon noch in die Gänge bringen.»

Noch 3 Testspiele vor der WM

Es bleibt noch etwas Zeit. Genauer gesagt 3 Testspiele lang, 2 gegen Lettland und eines gegen Deutschland. «Es fehlt zwar noch einiges, aber wir sind auf dem richtigen Weg», meint Fischer. Spätestens am 7. Mai mit dem WM-Auftaktspiel gegen Kasachstan, sollte die Offensiv-Maschinerie aber gut geölt sein.

Legende: Video Das komplette «sportlounge»-Gespräch mit Patrick Fischer abspielen. Laufzeit 10:00 Minuten.
Aus sportlounge vom 25.04.2016.

Sendebezug: SRF zwei, sportlounge, 25.04.2016, 22:35 Uhr

8 Kommentare

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  • Kommentar von Leo K, Biel
    Wieso wird eigentlich Tanner Richard nicht aufgeboten? Bester Schweizer Scorer der AHL
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  • Kommentar von Ralph Jones, Basel
    Wir Schweizer sind zu verwöhnt, zu sehr in Sicherheit lebend. Wir kennen keinen Krieg, müssen für nichts kämpfen. Wir habe keine Eier und keinen Biss um etwas bis zum bitteren ende durch zu ziehen. Wir sind Weicheier die nur in der Kantine, der Stammkneipe und in der Küche herum Motzen. We are no Winners!
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    1. Antwort von Andreas, Thun
      Genau......Krieg.....das hilft sicher...... Um Gottes willen, trinken Sie nicht so viel am Abend und gehen Sie ins Bett, Jones.
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  • Kommentar von Heiner Zumbrunn, Winterthur
    Ich versuche die Aussagen von Herrn Fischer verständlich zu machen: Das Schweizer Nationalteam wird an der WM Mühe haben. Das Trainerteam weiss zwar wie es erfolgreich gehen würde, aber wir haben nicht die Spieler dazu. Also wir als Trainer können nichts dafür, wenn wir ein System spielen, das unsere Spieler nicht verstehen. Wir als Trainer sind Weltklasse. Wenn das Team dann Eishockey spielen kann ist es das Team auch. Möglicherweise verstehe ich die Aufgabe eines Trainers anders.
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    1. Antwort von Andreas, Thun
      Ich glaube, sie schiessen weit über das Ziel hinaus, Herr Zumbrunn. Ihre Abneigung gegenüber Fischer ist deutlich spürbar. Insgeheim gehören Sie zu der Sorte "Supporter", die immer schlechtes von der Eishockeynati erwarten, obwohl Sie sich freuen würden, wenn es anders wäre. Wenns dann nicht läuft, sagen Sie: "Ich habs doch gesagt, es ist wie immer".
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    2. Antwort von Heiner Zumbrunn, Winterthur
      In den letzten mehr als 40 Jahren, in denen ich die Eishockeymannschaft beobachte, gab es viele Schritte in eine positive Richtung - und immer wieder solche in die Andere. Das ist normal - und muss wohl so sein. Grundsätzlich finde ich es richtig, lokale Trainer ins Nationalteam zu delegieren. Es gibt auf der Welt 4-6 National-Topmannschaften und ebensoviele fast Topmannschaften. Die Schweiz gehört zu den fast Top und muss permanent zusehen, dass sie da bleiben. Das ist die Aufgabe der Trainer.
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