Hiller hext Flames zum Sieg

Mit 49 teils spektakulären Paraden hat der Schweizer NHL-Goalie Hiller die Calgary Flames zu einem 2:1-Auswärtssieg nach Verlängerung bei den Chicago Blackhawks geführt.

Die Flames, bei denen Raphael Diaz knapp 11 Minuten mittun durfte, waren beim Champion von 2013 eigentlich klar unterlegen und punkteten nur dank dem überragenden Jonas Hiller. Kurz nach Spielmitte hiess das Schussverhältnis 3:30, am Ende gar 18:50 aus Sicht der Gäste aus Kanada.

«Hiller war schlicht grossartig», freute sich der Schwede Mikael Backlund, der 25 Sekunden vor Ende der Overtime die Partie mit seinem Handgelenkschuss ins Lattenkreuz entschied.

Hartley: «Unglaubliches Spiel gezeigt»

Nach zuletzt zwei Niederlagen mit vier respektive drei Gegentoren feierte Hiller seinen ersten Sieg mit den Flames. «Ich war froh, dass es zu keinem Penaltyschiessen kam. Denn gegen Ende hatte ich etwas müde Beine», sagte der Appenzeller, der selbstredend zum «Mann des Spiels» gewählt wurde.

Erst einmal in seiner NHL-Karriere hatte Hiller mehr Schüsse abgewehrt als die 49 in Chicago: Am 5. Mai 2009 parierte der 32-Jährige als Anaheim-Keeper in Detroit 59 von 62 Schüssen. Jene Playoff-Partie ging indes in die dritte Overtime.

Auch Flames-Coach Bob Hartley, der die ZSC Lions 2011/12 zum Titel geführt hatte, war voll des Lobes: «Hiller hat ein unglaubliches Spiel gezeigt. Dank ihm und unserem Penaltykilling haben wir gewonnen.» Calgary liess trotz sieben Powerplays des Heimteams einzig den 1:1-Ausgleich durch Andrew Shaw (55.) zu.

Der «gestohlene» Sieg

Bei Chicago sass der Frust nach der Niederlage tief. «Sie haben diesen Sieg gestohlen. Wir haben so oft aufs Tor geschossen, brachten die Scheibe aber irgendwie nicht ins Netz», ärgerte sich der Slowake Marian Hossa. «Dem Goalie gebührt höchste Anerkennung.»

Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin, 16.10.14, 07:30 Uhr

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