Nashville nach 101 Minuten niedergerungen

Im längsten Spiel seiner Klubgeschichte hat sich Nashville nach 101 Minuten Chicago mit 2:3 beugen müssen. Das Team von Roman Josi und Kevin Fiala steht in den NHL-Playoffs mit dem Rücken zur Wand. Calgary und Jonas Hiller dagegen fehlt noch ein Sieg zum Vorstoss in die Viertelfinals.

Pekka Rinne und Roman Josi stoppen einen Puck.

Bildlegende: Schwerarbeit Diesen Puck konnten Roman Josi und Nashville-Goalie Pekka Rinne noch behändigen. Keystone

Statt der üblichen 60 Minuten waren im 4. Spiel der Playoff-Serie zwischen Chicago und Nashville 101 Minuten nötig, ehe der Sieger ermittelt war.

Nach zwei torlosen Verlängerungen und dem Skore von nach wie vor 2:2 fiel das goldene Goal exakt eine Minute nach Beginn der 3. Overtime. Brent Seabrook war von der blauen Linie aus erfolgreich. Es war dies der zweite Treffer des kanadischen Verteidigers in dieser Serie.

Fialas Debüt missglückt

Zu den bitteren Verlierern in der Mannschaft aus Tennessee gehörte mit Roman Josi und Kevin Fiala ein Schweizer Duo. Der Berner Verteidiger Josi schuftete während 45 Minuten. Fiala, der 18-jährige Flügelstürmer aus Uzwil, kam zu seinem 2. NHL-Auftritt und zum Debüt in den Playoffs. In der Serie liegt Nashville gegen die Blackhawks nun mit 1:3 zurück.

Calgary so gut wie seit 2004 nicht mehr

Ganz andere Perspektiven hat Calgary. Die Flames waren schon nach der Regular Season als Überraschung gehandelt worden. Denn zum ersten Mal seit 2009 konnten sie sich wieder für die Playoffs qualifizieren.

Mittlerweile steht das Team des Ex-ZSC-Trainers Bob Hartley sogar vor dem Vorstoss in die NHL-Viertelfinals. In der Saison 2003/04 hat Calgary diese Hürde letztmals gemeistert, damals führte das Hoch bis ins Stanley-Cup-Endspiel, wo man Tampa Bay unterlag.

Im 4. Aufeinandertreffen zwischen den kanadischen Widersachern setzte sich Calgary zu Hause mit 3:1 durch. Alle Treffer fielen im 1. Drittel.

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Hiller erspielt sich mit Calgary Matchpucks

0:25 min, vom 22.4.2015

Kein Einsatz für Bärtschi

Auch dank mehreren Top-Paraden Jonas Hillers konnte das Heimteam seinen Vorsprung aus dem Startabschnitt sicher verwalten. Wie in der vorangegangenen Partie wurde der 33-Jährige unter die drei Stars des Spiels gewählt, diesmal als Nummer 2 hinter dem tschechischen Center Jiri Hudler, Schütze zum 2:1.

Von möglichen 5 Schweizern in diesem Duell kamen nebst Hiller bei Vancouver Luca Sbisa und Yannick Weber zum Einsatz. Der aus der AHL zurückgerufene Sven Bärtschi war bloss Ersatz, Raphael Diaz (Calgary) fehlt weiter verletzt.

Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin, 22.04.15 08:36 Uhr